Surfen über den Wolken: Beliebt, aber wenig verbreitet

29. August 2016, 11:49
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Jeder zweite Flugreisende würde gerne Internet an Bord nutzen

Flugmodus an – Internet aus: Was jahrzehntelang im Flugzeug galt, ist in immer mehr Maschinen überholt. Je nach Airline, Flottenausrüstung und Route ist es heute schon in einigen Fliegern möglich, über den Wolken im Internet zu surfen. Und bereits jeder zweite Flugreisende (52 Prozent) würde dieses Angebot in Zukunft gerne nutzen. Das hat eine repräsentative Befragung von 994 Passagieren im Auftrag des Digitalverbands Bitkom ergeben. Vor allem die jüngere Generation der 14- bis 29-Jährigen hat Interesse daran, während eines Fluges den von der Airline angebotenen Internetzugang zu nutzen. Sechs von zehn Befragten (59 Prozent) sprechen sich hier dafür aus. Aber auch bei den 30- bis 49-Jährigen und den 50- bis 64-Jährigen sind es 53 Prozent beziehungsweise 54 Prozent. Bei den ab 65-Jährigen ist es immer noch jeder Dritte (31 Prozent).

Selbst während des Starts und der Landung

Im Flugmodus können Passagiere ihre Smartphones und Tablets bereits heute bei vielen Airlines selbst während des Starts und der Landung nutzen. Dabei ist das Gerät offline, kann aber beispielsweise zum Anschauen von Fotos eingesetzt werden. Ein Internetzugang ist erst bei wenigen Airlines beziehungsweise nur auf ausgewählten Strecken verfügbar. Ein Grund dafür ist auch, dass der technische Aufwand zur Bereitstellung von Internet an Bord vergleichsweise hoch ist. Das schlägt sich derzeit auch noch häufig in den Preisen nieder. Laut Umfrage haben erst 6 Prozent der Befragten, den von der Fluggesellschaft angebotenen Internetzugang an Bord genutzt.

Heute funktioniert die Internetverbindung meist noch über Satellit. Künftig soll die Übertragung auch von LTE-Basisstationen am Boden unterstützt werden. Dieser Technik-Mix soll eine schnellere und stabilere Internetverbindung im modernen LTE-Standard möglich machen. (red, 29.8. 2016)

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Bitkom

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