Finn und ein Teddymädchen

29. August 2016, 12:57
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Jessica Walton und Dougal MacPherson widmen sich dem Thema Transgender

Transgender ist ein Thema, das in Kinderbüchern selten bis gar nicht vorkommt. Noch. Und warum? Keine Ahnung. Mit Teddy Tilly wird jedenfalls Pionierarbeit geleistet.

Bub Finn hat einen Teddybären. Thomas ist sein Name. Sie spielen jeden Tag zusammen oder picknicken auf einem Baum. Eines Tages wirkt Thomas traurig, auf Nachfrage sagt er zu Finn: "Ich muss endlich ich selber sein. Tief in meinem Herzen weiß ich schon immer, dass ich ein Teddymädchen bin, kein Teddyjunge. Ich würde viel lieber Tilly heißen als Thomas." Finn reagiert so, wie es sein sollte: Gelassen. Das sei doch egal, "Hauptsache, wir sind Freunde".

Die Australierin Jessica Walton erzählt ihre Geschichte einfühlsam und zart – ohne Belehrung oder dergleichen. Die Autorin ist selbst Tochter einer transsexuellen Frau. In Teddy Tilly – für Kinder ab dem vierten Lebensjahr – trifft sie den perfekten Ton. Was die beiden Freunde weiter machen? Sie spielen zusammen und picknicken auf dem Baum. Wie immer. (Peter Mayr, 29.8.2016)

  • Jessica Walton, Dougal MacPherson
Teddy Tilly
€ 15,50 / 32 Seiten
Sauerländer Verlag 2016
    foto: fischerverlage

    Jessica Walton, Dougal MacPherson

    Teddy Tilly

    € 15,50 / 32 Seiten

    Sauerländer Verlag 2016

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