Berufung: Kim Dotcom will Auslieferung in die USA verhindern

29. August 2016, 07:54
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Steht wieder vor Gericht in Neuseeland – Vorwurf der Urheberrechtsverletzung, Erpressung und Geldwäsche

Für den umstrittenen Internet-Unternehmer Kim Dotcom beginnt am Montag in Neuseeland der Berufungsprozess gegen die Auslieferung an die USA. Dem deutschstämmigen Gründer der mittlerweile geschlossenen Tauschplattform Megaupload wird von US-Ermittlern Urheberrechtsverletzung, Erpressung und Geldwäsche vorgeworfen.

Vorgeschichte

Bereits im Dezember 2015 hatte ein Gericht in Auckland entschieden, dass er und drei andere Angeklagte von Neuseeland an die USA ausgeliefert werden könnten, wogegen die Vier Berufung einlegten. Dotcom war im Zusammenhang mit Megaupload 2012 auf Betreiben der US-Behörden bei einer spektakulären Razzia auf seinem Luxusanwesen in Auckland vorübergehend festgenommen worden, die Plattform wurde abgeschaltet. Nach Ansicht der US-Ankläger entging Musik- und Filmproduzenten rund eine halbe Milliarde Dollar, weil Nutzer über die Plattform urheberrechtlich geschütztes Material austauschten. Dotcom argumentiert, dass er die Plattform nur zur Verfügung gestellt habe. Bei einem Schuldspruch droht ihm in den USA jahrelange Haft.

Der als Kim Schmitz in Kiel geborene Millionär hat für Jänner 2017 den Start von "Megaupload 2.0" angekündigt, einen Nachfolger mit mehr Anonymität und Verschlüsselung. Der Prozess in Auckland wird voraussichtlich sechs Wochen dauern. (APA, 29.8.2016)

  • Kim Dotcom kämpft vor Gericht gegen seine Auslieferung.
    foto: apa/afp/kate dwek

    Kim Dotcom kämpft vor Gericht gegen seine Auslieferung.

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