Austria nimmt nur einen Punkt aus Ried mit

28. August 2016, 20:48
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Wiener gehen durch einen Treffer von Tajouri in Führung, doch das Spiel endet 1:1

Ried im Innkreis – Die Wiener Austria ist zum Abschluss der sechsten Bundesliga-Runde in Ried nicht über ein 1:1 (1:0) hinausgekommen. Ismael Tajouri brachte die Wiener mit einem Weitschuss in Führung (26.), der eingewechselte Mathias Honsak erzielte den verdienten Ausgleich (71.). Die Austria liegt damit weiter auf Platz fünf.

Die Rieder behielten zwar mit drei Zählern die rote Laterne, können aber nach einer starken zweiten Hälfte mit einem Erfolgserlebnis in die zweiwöchige Länderspielpause gehen. Am Schluss vergaben die Rieder nach dem Ausschluss von Peter Zulj in Unterzahl sogar die Chance auf den zweiten Saisonsieg.

Die erneut in rot spielenden Veilchen, bei denen Trainer Thorsten Fink im Vergleich zum Spiel in Trondheim sechs neue Spieler aufstellte, übernahmen gegen verunsichert wirkende Rieder von Beginn weg das Kommando. Die ersten Annäherungsversuche durch Felipe Pires und Kevin Friesenbichler wurden jedoch zur leichten Beute für Ried-Goalie Thomas Gebauer (5.,7.).

Schöner Treffer von Tajouri

Die harmlosen Innviertler kamen in der ersten Hälfte nur zu einer Halbchance. Thomas Fröschl bereitete mit einem Volley-Schuss aus großer Distanz Teamtormann Robert Almer keine Probleme (15.), nachdem Ex-Rieder Petar Filipovic den Ball zu kurz geklärt hatte. Das Spiel plätscherte bei sommerlichen Temperaturen vor sich hin, ehe Tajouri aus dem Nichts ein Glanzlicht setzte. Der 22-Jährige platzierte einen Schuss aus gut 20 Metern genau im Eck und ließ Gebauer bei seinem vierten Saisontor keine Abwehrchance.

Danach tat die Austria, was sie unter Thorsten Fink am liebsten macht: Sie kontrollierte das Spielgeschehen mit viel Ballbesitz und nahm das Tempo aus dem Spiel. Bis zur Pause ließen die Wiener jeden weiteren Zug zum Tor vermissen. Dies sollte sich schließlich noch rächen. Nach der Pause präsentierten sich die Rieder wie ausgewechselt. Aggressiver in den Zweikämpfen, näher am Mann und schließlich auch offensiv gefährlicher.

Clemens Walch gab mit seinem Schuss knapp am Tor vorbei den ersten Warnschuss ab (48.), Thomas Fröschl kam aus aussichtsreicher Position nicht zum Kopfball (61.). Die Wiener ihrerseits benötigten zehn Minuten, bis sie die erste Chance in der zweiten Hälfte vorfanden und beinahe hätte diese die Vorentscheidung gebracht. Alexander Grünwald verfehlte bei seinem Heber das Tor jedoch klar.

Friesenbichler vergibt, Honsak trifft

Deutlich näher einem Torerfolg kam Friesenbichler, der einen Flugkopfball aus fünf Metern alleinstehend nicht im Tor unterbrachte (70.). Im Gegenzug prüfte der zur Pause eingewechselte Honsak Almer mit einem Volleyschuss, den der Austria-Kapitän zur Ecke klären konnte. Aus dieser resultierte der Ausgleich. Honsak stieg nach dem Corner am höchsten und setzte den Ball mit einem wuchtigen Kopfball in die Maschen (71.).

In einer hektischen Schlussphase schloss Schiedsrichter Andreas Kolleger Zulj zunächst wegen eines vermeintlichen Ellbogenchecks gegen Marko Kvasina aus (77.), und lag dabei wohl falsch. In Unterzahl waren die Rieder dem Siegtor sogar näher. Walch lief nach einem schweren Abwehrpatzer der Wiener alleine auf Almer zu, setzte den Ball am Tor vorbei (86.). In der Nachspielzeit sicherte Gebauer wiederum bei einem Pires-Schuss den Oberösterreichern den verdienten Punkt. (APA, 28,8.2016)

Bundesliga, 6. Runde, Sonntag

SV Ried – FK Austria Wien 1:1 (0:1)
Keine-Sorgen-Arena, 3.300 Zuschauer, SR Kollegger

Tor:
0:1 (26.) Tajouri
1:1 (71.) Honsak

Ried: Gebauer – Hart, Reifeltshammer, Özdemir, Chessa – Ziegl, Zulj – Walch, Elsneg (80. Prada), Marcos (46. Honsak) – Fröschl (73. Möschl)

Austria: Almer – De Paula, Windbichler, Filipovic, Salamon – Vukojevic (83. Kayode), Holzhauser (75. Kvasina) – Tajouri, Grünwald (65. Serbest), Pires – Friesenbichler

Rote Karte: Zulj (77./Tätlichkeit)

Gelbe Karten: Gebauer bzw. Kvasina, Filipovic

  • Raphael Holzhauser und Florian Hart mit viel Bodenkontakt.
    foto: apa/hackl

    Raphael Holzhauser und Florian Hart mit viel Bodenkontakt.

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