In Gabun könnte Regentschaft der Bongo-Dynastie zu Ende gehen

28. August 2016, 17:47
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Ergebnisse der Präsidentenwahl werden am Dienstag erwartet

Libreville – Die Bürger des zentralafrikanischen Staates Gabun haben am Samstag einen neuen Präsidenten gewählt. Die beiden aussichtsreichsten Kandidaten, Amtsinhaber Ali Bongo Ondimba (57) und sein Rivale Jean Ping (73), gaben sich am Sonntag zuversichtlich, wie der Sender RFI berichtete. Mit einem klaren Ergebnis sei aber frühestens am Dienstag zu rechnen.

Vertreter der Opposition sahen demnach ersten Berechnungen zufolge ihren Kandidaten vorne. Bongos Sprecher Alain-Claude Billie By Nze sah den Amtsinhaber im Vorteil, nannte aber keine Zahlen. Die Stimmen müssen dem Bericht zufolge noch vollständig ausgezählt werden. Nur die Wahlkommission kann das offizielle Ergebnis veröffentlichen.

Als aussichtsreichster Kandidat gilt bisher Bongo, der sich um eine zweite siebenjährige Amtszeit bewarb. Er übernahm das Amt 2009 von seinem Vater Omar Bongo, der das Land von 1967 bis zu seinem Tod 2009 regiert hatte. Die Demokratische Partei des Präsidenten hat die ehemalige französische Kolonie mit den reichen Erdölvorkommen fest im Griff.

Ali Bongos Rivale Ping ist ein früherer Weggefährte von Omar Bongo. Er diente als Diplomat, Präsident der UN-Vollversammlung und Chef der Afrikanischen Union. Eine einfache Mehrheit reicht bei der Präsidentschaftswahl zum Sieg. Eine Stichwahl gibt es nicht. Wahlberechtigt waren fast 630.000 Menschen. (APA, 28.8.2016)

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