Nuke-Festival kurzfristig abgesagt

28. August 2016, 11:40
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Es hätte am 3. September in Graz stattfinden sollen, scheitert aber an mangelndem "Set Up & Feedback"

Graz – Beflügelt von der hoch erfolgreichen Wiederaufnahme voriges Jahr am Grazer Messegelände, war es heuer erst mehrtägig geplant gewesen. Dann reduzierten die Veranstalter das Nuke 2016 auf nur einen Festivaltag. Auch wenn die offizielle Website am Sonntagvormittag noch nichts davon zu wissen schien: Eine Woche vor Austragung am 3. September wurde es gestern, Samstag, schließlich gecancelt.

Stell dir vor, es ist Festival, und zu wenige wollen hin – das dürfte dem Anschein nach der Fall sein. "Die Festivalsaison steht heuer vielerorts unter keinem guten Stern und der Sommer 2016 war aus Veranstaltersicht ein harter, davon wurden auch wir nicht ausgelassen", teilten die Organisatoren ihrem Publikum auf Facebook mit. Sie hätten "trotz aller Liebe zum Projekt nicht das notwendige Set Up & Feedback für dieses Jahr erhalten, um ein sinnvolles und hochwertiges Festival auf die Beine zu stellen, das euren und unseren Ansprüchen gerecht wird".

Aufs und Abs

Ihren Ausgang nimmt die Geschichte des Nuke, daher der Name, im Jahr 2000 am Gelände des nie in Betrieb gegangenen AKW Zwentendorf. Aus 3000 Besuchern wurden bald 35.000, aus österreichischem Indie-Rock internationale (Groß-) Acts, aus Zwentendorf wurden St. Pölten und Wiesen. 2009 fand das Festival dort ein erstes, sechs Jahre währendes Ende. Dann die Wiederauferstehung 2015 in Graz. Kritik an den Veranstaltern hatte es damals wegen zu weniger Wasserstellen für die 25.000 Besucher gegeben.

Geld zurück bis 30.9.

Die Reaktionen des Festivalvolkes prägen weitgehend Unverständnis und Ärger ob der kurzfristigen Absage. Bereits gekaufte Tickets werden zwar ab Montag, 29.08.2016 an den Vorverkaufsstellen, wo sie erworben wurden, zum vollen Preis rückerstattet (um Rückgabe der Tickets bis 30.9.2016 wird gebeten), auf Kosten für bereits gebuchte Hotels und Anreise werden sie aber wohl sitzen bleiben.

Das Lineup hatte mit Acts wie Fritz Kalkbrenner, AnnenMayKantereit oder den Fantastischen Vier nach Graz gelockt. Anscheinend nicht genug. (wurm, 28.8.2016)

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