Knochenfund deutet auf Mord vor mehr als 300 Jahren hin

26. August 2016, 16:05
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Bei Renovierungsarbeiten wurde möglicherweise Leiche eines seit 1694 verschwundenen Grafen entdeckt

Hannover – In Hannover sind möglicherweise die Knochen eines vor 300 Jahren verschwundenen Grafen und damit vermutlich ein Mord entdeckt worden. Die sterblichen Überreste eines Menschen wurden bei Renovierungsarbeiten in einem Schloss gefunden. "Die Leiche lag in rund acht Metern Tiefe unter dem Fundament", sagte Thomas Klinge, Sprecher der Staatsanwaltschaft Hannover, am Freitag.

Die Knochen könnten dem Grafen Philipp Christoph von Königsmarck gehören, der in der Nacht auf den 1. Juli 1694 in Hannover spurlos verschwunden war. Die sterblichen Überreste waren am 10. August entdeckt und in der Medizinischen Hochschule Hannover untersucht worden. Eine genaue Todesursache konnten die Experten nicht mehr feststellen.

DNA wird verglichen

Von Königsmarck war ein hannoverscher Offizier und Hofkavalier. Er hatte eine Liebesbeziehung mit Prinzessin Sophie Dorothea von Braunschweig und Lüneburg, die verheiratet war. Beide planten die Flucht, wurden aber verraten. Daraufhin verschwand der Graf spurlos. Nun soll die DNA mit der von noch lebenden Nachfahren verglichen werden. Sollte es eine Übereinstimmung geben, "dann könnten wir doch noch den Nachweis erbringen, dass es Mord war", sagte Klinge. (APA, 26.8.2016)

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