Artenschützerkonferenz soll wichtige Weichenstellungen treffen

26. August 2016, 13:57
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IUCN-Treffen von 1. bis 10. September

Honolulu – Naturschützer aus aller Welt kommen vom 1. bis 10. September in Honolulu zu einem Kongress der Weltnaturschutzunion (IUCN) zusammen. Auf Hawaii sollen kurz vor einer Artenschutzkonferenz in Johannesburg wichtige Weichen gestellt werden: Unter anderem zum Schutz von Afrikanischen Elefanten und Nashörner, aber auch für eine nachhaltige Nutzung der Meere, für mehr sanften Öko-Tourismus und den Erhalt der Urwälder.

"Planet am Scheideweg"

Etwa 6.000 Teilnehmer – entsandt von Hunderten nationalen Umweltorganisationen – sollen auf der US-Insel das weite Themenspektrum behandeln. Auch rund 170 Regierungsvertreter werden erwartet. Aus Österreich wird unter anderen der für Umwelt und Klimaschutz zuständige Sektionschef im Umweltministerium, Günter Liebel, anreisen. Die heimische Delegation werde das Thema "Green Care" einbringen. Dabei gehe es um die Bedeutung der Natur für verschiedene Lebensbereiche – insbesondere in Sachen Soziales und Gesundheit, hieß es aus dem Ministerium.

"Planet am Scheideweg" ("Planet at the crossroads") lautet das Motto des Treffens. "Kein IUCN Kongress zuvor hat an einem so entscheidenden Punkt in der Beziehung zwischen Mensch und Umwelt gestanden", betonte IUCN-Generaldirektorin Inger Andersen; auch mit Blick auf die Auswirkungen des Klimawandels.

Umfangreiches Programm

Eine Vielzahl von Forderungen und Vorlagen für politische Entscheider sollen deshalb in Honolulu erarbeitet werden: Von der strengeren Ahndung des Elfenbeinschmuggels über umweltbewusstere Palmöl-Produktion bis hin zur Aufnahme weiterer Tierarten auf die Rote Liste der gefährdeten Spezies.

Haie und Rochen sollten demnach künftig noch mehr Schutz erhalten, so der derzeitige Entwurf – aber auch Schuppentiere, die gestern erst wieder für Schlagzeilen gesorgt hatten: In Indonesien war ein Mann verhaftet worden, der gleich 650 tote Schuppentiere in der Gefriertruhe hatte. Die vom Aussterben bedrohten Säugetiere werden für ihr Fleisch, für die Ledergewinnung, aber auch für chinesische Pseudomedizin ausgeschlachtet. (APA, red, 26. 8. 2016)


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IUCN

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