Wiener Schmutzgeier wurden in Bulgarien ausgewildert

28. August 2016, 11:50
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Tiergarten Schönbrunn unterstützt Wiederansiedlungsprojekte

Wien – "Regina" und "Elodie" haben seit dem 9. August im bulgarischen Naturpark Rusenki Lom eine neue Heimat. Die beiden Schönbrunner Schmutzgeier und ein Männchen aus Paris sind die ersten Vögel dieser Art, die im Rahmen eines großen Projektes in Bulgarien wiederangesiedelt werden.

"Die Erhaltungszucht von bedrohten Tierarten ist eine wichtige Aufgabe von Zoos", betonte Tiergartendirektorin Dagmar Schratter. "Der Schmutzgeier gilt als stark gefährdet, seine Bestände haben massiv abgenommen. Es gibt nur noch rund 30.000 Individuen."

Hilfe von Alteingesessenen

Die ersten Tage bleiben die übersiedelten Geier im Nest. Der Ort wurde gezielt ausgewählt. Ganz in der Nähe lebt ein älteres Geierpaar. Es soll den Jungvögeln beim Start in der Wildnis etwas unter die "Flügel greifen", ihnen zeigen, wo es gute Futter- und Ruheplätze gibt und sie vor allem im Herbst mit auf die Reise ins Überwinterungsgebiet in Afrika nehmen. Die Vögel sind mit kleinen Satellitensendern ausgestattet, um ihr Leben und den Erfolg der Wiederansiedlung zu verfolgen, berichtete der Zoo.

Bereits seit vielen Jahren stellt der Tiergarten Schönbrunn Bartgeier und Habichtskäuze, die hier geschlüpft sind, für Wiederansiedlungsprojekte zur Verfügung. Mit dem Schmutzgeier ist es nun die dritte Greifvogelart des Tiergartens, die ausgewildert wird. (APA, red, 28.8.2016)

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