RZB nach Uniqa-Verkauf nur mehr mit zwölf Millionen Gewinn

26. August 2016, 10:19
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Auch niedrige Zinsen belasten – Kreditvorsorgen rückläufig – Zinsüberschuss stark rückläufig

Wien – Der Gewinn der RZB war im ersten Halbjahr durch die niedrigen Zinsen und den Teilverkauf der Uniqa belastet. In Summe brach der Gewinn von 215 Mio. Euro in der Vorjahresperiode auf nur mehr zwölf Mio. Euro ein, teilte das Spitzeninstitut der Raiffeisenbankengruppe am Freitag mit. Alleine der Uniqa-Teilverkauf belastete das Ergebnis mit 126 Mio. Euro.

Zugleich verringerte die RZB ihre Kreditrisikovorsorgen um ein Drittel auf 403 Mio. Euro. Die Hälfte des Rückgangs (107 Mio. Euro) entfiel auf die Ukraine. Das harte Kernkapital (fully loaded) stieg im Vergleich zu Ende 2015 um 0,7 Prozentpunkte auf 10,6 Prozent. "Unser Fokus liegt weiterhin klar auf der Verbesserung unserer Kapitalsituation", wird RZB-Generaldirektor Walter Rothensteiner in der Aussendung zitiert. Die Bank arbeite daran, die Kernkapitalquote weiter zu verbessern. Der Abschluss des Uniqa-Teilverkaufs soll das Kernkapital (fully loaded) noch heuer um weitere 0,6 Prozentpunkte erhöhen. Auch die derzeit geprüfte Fusion von RZB und RBI würde "unter anderem durch entfallende Minderheitenabzüge" die Kernkapitalquote weiter verbessern.

Das Ergebnis der RZB vor Steuern fiel von 549 auf 300 Mio. Euro, das Ergebnis nach Steuern von 381 Mio. Euro auf 123 Mio. Euro. Die Betriebserträge sanken um 6 Prozent (150 Mio. Euro) auf 2,49 Mio. Euro, wobei vor allem der Zinsüberschuss zurückging. Die Provisionserträge fielen um ein Prozent auf 773 Mio. Euro, das Handelsergebnis drehte von einem Verlust in einen Überschuss von 88 Mio. Euro. Die Bilanzsumme der RZB verringerte sich um 0,5 Prozent auf 137,7 Mrd. Euro. Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter sank um 2.751 Personen auf 53.234. Die Zahl der Geschäftsstellen um 139 auf 2.658. (APA, 26.8.2016)

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