Microsoft: Softwarefehler sperrt Outlook-Nutzer aus

25. August 2016, 11:10
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Programm hat Probleme beim Umgang mit Sonderzeichen in Passwörtern

Den eigenen E-Mail-Zugang nicht mehr erreichen zu können, mag in der Theorie nach einer sehr entspannenden Idee klingen, in der Praxis ist das Ganze aber wohl nicht ganz so erholsam. Immerhin stellt das Abarbeiten von Mails für viele einen wichtigen Bestandteil ihres Jobs dar. Insofern dürfte sich Microsoft mit einem aktuellen Bug nicht all zu viele Freunde machen.

Fehlerhaft

In einem Supporteintrag bestätigt Microsoft einen schweren Fehler in Outlook 2016. Der Mail-Client versagt bei der Authentifizierung mit IMAP-Servern, wenn im Passwort ein Sonderzeichen – also etwa ein Umlaut – vorkommt. Eigentlich sollten solche Probleme dank Unicode längst der Vergangenheit angehören, offenbar hat Microsoft aber bei der Implementation gepatzt.

Das Unternehmen betont, dass man bereits an einem Bugfix arbeitet. Bis es soweit ist, empfiehlt man betroffenen User unterschiedliche Auswege. So wäre es etwa möglich statt dessen das ältere Outlook 2013 zu verwenden, das diesen Fehler nicht aufweist. Oder aber die User ändern auf anderem Weg ihr Passwort, und verzichten schlicht auf jegliche potentiell problematische Zeichen. Dieser Tipp ist allerdings längst nicht für alle User praktikabel, gibt es doch Sprachen, deren Zeichen zur Gänze nicht im alten ASCII-Satz vorkommen.

POP3

Die letzte von Microsoft dargebotene Option entbehrt nicht eines gewissen unfreiwilligen Humors. Rät Microsoft doch dazu, einfach die Mails via POP3 statt IMAP zu besorgen. Erst vor kurzem hatte man den User exakt den umgekehrten Wechsel angeraten, da beim POP3-Transfer Mails verloren gehen konnten – aber zumindest wurde dieser Fehler mittlerweile bereinigt. (red, 25.8.2016)

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    foto: apa/dpa/oliver berg
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