Drei Menschen bei Wanderungen in Tirol und Oberösterreich gestorben

25. August 2016, 10:26
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70-Jährige stürzte am Großen Priel ab – 61-Jähriger brach plötzlich zusammen – 51-Jährige stürzte in Geröllrinne ab

Bad Ischl / Grünau im Almtal / Bad Aussee / Bregenz – Zwei Wanderer sind am Mittwoch auf Bergen im Bezirk Gmunden in Oberösterreich gestorben: Eine 70-jährige Frau stürzte auf dem Großen Priel in den Tod, auf der Mitterkaralm nahe Bad Ischl brach ein 61-Jähriger aus Bad Aussee plötzlich zusammen. Wiederbelebungsversuche blieben in beiden Fällen erfolglos, berichtete die Polizei.

Die 70-Jährige aus Sankt Marien (Bezirk Linz-Land) war alleine auf den Hohen Priel in Grünau im Almtal gestiegen. Augenzeugen sahen sie kurz nach Mittag am 2.515 Meter hohen Gipfel. Auf dem Rückweg stürzte sie laut einem anderen Wanderer, der den Unfall beobachtete, völlig unvermittelt von einer schmalen Eisenstiege. Der Mann verständigte die Bergrettung, für die Frau kam aber jede Hilfe zu spät. Sie starb noch an der Unfallstelle.

Der 61-Jährige aus Bad Aussee war mit einem Bekannten von der Mitteralm in Bad Ischl über die Hohe Schrott zur Mitterkaralm im Toten Gebirge unterwegs. Gegen Mittag klagte er plötzlich über Kreislaufprobleme und Schwindel, wenig später stürzte er zu Boden und war nicht mehr ansprechbar. Sein Begleiter begann sofort mit Wiederbelebungsmaßnahmen und setzte einen Notruf ab. Die Besatzung des Notarzthubschraubers konnte aber nur mehr den Tod des Wanderers feststellen.

Auf Schotterweg ausgerutscht

Eine 51-jährige deutsche Wanderin stürzte am Mittwoch im Kleinwalsertal in den Tod. Die in Australien lebende Urlauberin, die gemeinsam mit ihren beiden Schwestern wanderte, rutschte beim Abstieg vom Hohen Ifen (2.230 Meter) auf einem Schotterweg aus und stürzte 120 Meter durch felsdurchsetztes Gelände in eine 40 Grad steile Geröllrinne ab. Nach Angaben der Polizei hatten die drei Schwestern den markierten Wanderweg auf der Südseite für den Abstieg gewählt. Nach einer etwa 100 Meter langen Passage, die mit einem Seil gesichert ist, kam die 51-Jährige auf einem Schotterweg zu Fall. In weiterer Folge fand sie keinen Halt mehr, ihre Schwestern mussten den Absturz mitansehen.

Ein nachkommender Wanderer stieg gemeinsam mit seinem Sohn zu der Verunglückten ab, um Erste Hilfe zu leisten. Die Bemühungen blieben aber erfolglos, der kurz darauf eingetroffene Notarzt konnte nur noch den Tod der Frau feststellen. (APA, red, 25.8.2016)

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