Leopoldstadt-Wahl: FPÖ-Spitzenkandidat will im Landtag bleiben

25. August 2016, 09:03
55 Postings

Wolfgang Seidl würde nur in den Bezirk wechseln, wenn er Bezirksvorsteher werden kann. Platz eins ist für die FPÖ im Zweiten aber unwahrscheinlich

Wien – Nach der erfolgreichen Wahlanfechtung der FPÖ wird die Bezirksvertretungswahl in Wien-Leopoldstadt am 18. September wiederholt. Auf den Plakaten der Freiheitlichen ist Parteichef Heinz-Christian Strache mit dem Spitzenkandidaten für den zweiten Bezirk, Wolfgang Seidl, zu sehen. Dieser werde das Mandat aber gar nicht annehmen, wie die Tageszeitung "Die Presse" am Mittwoch berichtete. Denn Seidl ist auch Abgeordneter zum Wiener Landtag, und Bezirksvorsteherstellvertreter und Gemeinderat gleichzeitig zu sein ist nicht möglich.

Für den ersten Platz, also den Posten als Bezirksvorsteher, werden die Stimmen voraussichtlich nicht reichen: Die FPÖ lag bei der Wahl im Herbst auf Platz drei. Sie erreichte mit 22,10 Prozent 21 Stimmen weniger als die Grünen (22,15 Prozent). Die SPÖ holte Platz eins mit einem deutlichen Abstand (38,64 Prozent). Bei der Wahl im September geht es für die FPÖ also de facto um Platz zwei.

Auf Nachfrage der "Presse" bei der FPÖ Wien hieß es: "FPÖ-Spitzenkandidat Wolfgang Seidl tritt an, um Bezirksvorsteher zu werden. Sollte uns der erste Platz nicht gelingen, wird Seidl weiterhin im Wiener Landtag und Gemeinderat in seiner Funktion als Abgeordneter und Sozialsprecher tätig bleiben, und Franz Lindenbauer (Bezirksrat, Anm.) wird seinen Platz einnehmen."

Von den 23 Spitzenkandidaten, die für die FPÖ im vergangenen Herbst antraten, haben laut "Presse" nur neun die Mandate in den Bezirken angenommen; alle anderen widmen sich höheren politischen Aufgaben oder blieben im Gemeinderat. (red, 25.8.2016)

  • Spitzenkandidat Wolfgang Seidl (links) will nicht Stellvertreter im zweiten Bezirk werden.
    foto: apa / herbert pfarrhofer

    Spitzenkandidat Wolfgang Seidl (links) will nicht Stellvertreter im zweiten Bezirk werden.

Share if you care.