EVN setzt Kraftwerke zur Netzstabilisierung ein

25. August 2016, 08:44
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Höhere Erlöse aus der Vermarktung des selbst erzeugten Stroms, aber weniger Umsatz in Südosteuropa und im Erdgashandel

Wien/Maria Enzersdorf – Der börsennotierte niederösterreichische Versorger EVN hat in den ersten drei Quartalen 2015/16 mehr Gewinn und weniger Umsatz erzielt. Das Konzernergebnis stieg um 6,3 Prozent auf 198,8 Mio. Euro, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Der Umsatz sank um 2,9 Prozent auf 1,6 Mrd. Euro.

Geringere Erlöse aus den reduzierten Erdgashandelsaktivitäten sowie ein mengen- und preisbedingter Umsatzrückgang in Südosteuropa hätten durch gestiegene Erlöse aus der Vermarktung des in den eigenen Kraftwerken erzeugten Stroms sowie aus dem niederösterreichischen Netzgeschäft nicht ausgeglichen werden können.

Ausblick stabil

Die Abschreibungen hätten sich investitionsbedingt um 4 Prozent auf 199,3 Mio. Euro erhöht. Die Effekte aus Werthaltigkeitsprüfungen stiegen um 41,1 Prozent auf 26,8 Mio. Euro. Davon habe der überwiegende Teil eine Wertminderung der Fernwärmegesellschaft im bulgarischen Plovdiv betroffen, die aufgrund der fortgesetzten nachteiligen Regelungen des Regulators im Wärmebereich notwendig geworden sei.

Zum Ausblick teilte die EVN heute mit, dass man unter der Annahme von durchschnittlichen energiewirtschaftlichen Rahmenbedingungen das Konzernergebnis für das Geschäftsjahr 2015/16 weitgehend stabil erwarte.

Beitrag zur Versorgungssicherheit

Die Stromerzeugung stieg in den ersten drei Quartalen 2015/16 um fast ein Fünftel. Dabei setzte EVN seine Kraftwerke verstärkt zur Stabilisierung des Stromnetzes ein. Der Einsatz der thermischen Kraftwerke für die Lieferung von Ausgleichsenergie und das Engpassmanagement in Österreich und Deutschland sei deutlich gestiegen. Sie leisteten damit einen wesentlichen Beitrag zur Aufrechterhaltung der Versorgungssicherheit und zur Unterstützung des Systemumbaus in Richtung erneuerbare Energie und würden auch künftig dafür verfügbar sein.

In Österreich würden die thermischen EVN-Kraftwerke in den Sommermonaten 2016 und 2017 insbesondere zur Netzstabilisierung auf vertraglicher Basis eingesetzt werden. Der Vertrag über die Bereitstellung von Reservekapazitäten für den süddeutschen Raum gelte auch für die kommenden beiden Winterhalbjahre.

Stromerzeugung ein Fünftel höher

Der börsennotierte niederösterreichische Versorger EVN setzt seine Kraftwerke verstärkt zur Stabilisierung des Stromnetzes ein. Die Stromerzeugung stieg in den ersten drei Quartalen 2015/16 um fast ein Fünftel.

Der Einsatz der thermischen Kraftwerke für die Lieferung von Ausgleichsenergie und das Engpassmanagement in Österreich und Deutschland sei deutlich gestiegen, teilte die EVN am Donnerstag mit. Sie leisteten damit einen wesentlichen Beitrag zur Aufrechterhaltung der Versorgungssicherheit und zur Unterstützung des Systemumbaus in Richtung erneuerbare Energie und würden auch künftig dafür verfügbar sein.

In Österreich würden die thermischen EVN-Kraftwerke in den Sommermonaten 2016 und 2017 insbesondere zur Netzstabilisierung auf vertraglicher Basis eingesetzt werden. Der Vertrag über die Bereitstellung von Reservekapazitäten für den süddeutschen Raum gelte auch für die kommenden beiden Winterhalbjahre. (APA, 25.8.2016)

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