CA Immo mit Gewinnsprung

24. August 2016, 19:54
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Osteuropa-Portfolio der EBRD bescherte Konzern deutlich höhere Mieteinnahmen

Wien – Der börsennotierte Immobilienkonzern CA Immo hat im ersten Halbjahr deutliche Zuwächse erzielt. Das zur Gänze übernommene Osteuropaportfolio der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD) verhalf dem Konzern zu höheren Mieteinnahmen. In Deutschland wertete man Liegenschaften auf.

Unterm Strich verdiente die CA Immo im ersten Halbjahr 2016 fast 99 Mio. Euro, nach einem Periodenüberschuss von 55 Mio. Euro im selben Zeitraum des Vorjahres.

Die Mieterlöse stiegen um 18,3 Prozent auf 81,3 Mio. Euro, was im Wesentlichen dem EBRD-Portfolio zu verdanken war, wie die CA Immo am Mittwochabend erklärte. Die Österreicher hatten das Portfolio im dritten Quartal zur Gänze übernommen, zuvor gehörten ihnen zwei Drittel.

Positives Marktumfeld

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) legte um mehr als ein Fünftel auf 61,4 Mio. Euro zu. "Neben dieser sehr starken operativen Entwicklung wurde mit 113,1 Mio. Euro auch ein signifikantes Neubewertungsergebnis erzielt", so das Unternehmen. Die Aufwertungen spiegelten das positive Marktumfeld insbesondere in Deutschland, dem wichtigsten Kernmarkt der CA Immo, wider. Das operative Ergebnis (Ebit) sprang um 73 Prozent auf knapp 176 Mio. Euro.

Verkäufe von Immobilien brachten der CA Immo im ersten Halbjahr 3 Mio. Euro ein, in der Vorjahresperiode hatte sich das Gesamtergebnis aus dem Immobilienverkauf auf 800.000 Euro belaufen. Die Verkäufe kleinerer Liegenschaften in Österreich sowie einer Immobilie in Stuttgart sind da noch nicht enthalten, die Deals sollen erst im dritten Quartal abgeschlossen werden.

Gute Aussichten

Im zweiten Halbjahr will die CA Immo weiter wachsen und bestätigte das Ziel, den FFO I, das operative Ergebnis aus dem Vermietungsgeschäft, um zehn Prozent steigern zu wollen. Im Gesamtjahr 2015 war der in der Immobilienbranche wichtige FFO I um mehr als 15 Prozent auf 80,8 Mio. Euro gesteigert worden, im ersten Halbjahr 2016 betrug er 43,8 Mio. nach 37,7 Mio. Euro.

"Das positive Marktumfeld auf unseren Kernmärkten, insbesondere in Deutschland, bietet ideale Rahmenbedingungen für die Umsetzung der organischen Wachstumsstrategie der CA Immo", so CA-Immo-CEO Frank Nickel. Die Österreicher wollen sich weiter auf Büros in Deutschland konzentrieren.

In Bezug auf eine mögliche Verschmelzung mit dem Konkurrenten Immofinanz "sind wir für Verhandlungen gut vorbereitet und werden im Sinne unserer Aktionäre die Vor- und Nachteile einer solchen Transaktion sorgfältig prüfen", teilte Nickel weiters mit. Die Immofinanz ist kürzlich mit 26 Prozent bei der CA Immo eingestiegen und hat auch zwei Aufsichtsräte ausgewechselt. (APA, 24.8.2016)

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