Gewichtheberinnen aus China haben gedopt

24. August 2016, 16:28
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Bei Doping-Nachtests von Peking wurde bei Chinesinnen GHRP-2 nachgewiesen

Budapest – Bei Nachtests der Doping-Proben der Olympischen Spiele 2008 in Peking sind bei 15 Gewichthebern, darunter drei chinesische Olympiasiegerinnen, verbotene Substanzen gefunden worden. Der Gewichtheber-Weltverband (IWF) hat am Mittwoch die Namen veröffentlicht und die Sportler provisorisch suspendiert. Ihnen droht die Aberkennung der Titel und der Medaillen.

Der IWF hatte im Juli positive Ergebnisse der Doping-Nachtests von 2008 und 2012 bestätigt, allerdings die Namen nicht veröffentlicht. Nun wurde bekanntgegeben, dass in den Dopingproben der Peking-Olympiasiegerinnen Cao Lei (bis 75 kg), Liu Chunhong (bis 69 kg) and Chen Xiexia (bis 48 kg) die verbotene Substanz GHRP-2, das die Produktion von Wachstumshormonen stimuliert, festgestellt wurde. In der Probe von Liu, die auch 2004 in Athen Gold gewonnen hatte, wurde überdies eine weitere verbotene Substanz entdeckt. Chen hatte 13 kg mehr gestemmt als die Zweitplatzierte, Cao 16 kg mehr und Liu sogar 31 kg mehr.

Von den weiteren zwölf betroffenen Gewichthebern aus Russland, Kasachstan, Aserbaidschan, der Ukraine und Weißrussland haben zehn Olympia-Medaillen gewonnen. Der prominenteste unter ihnen ist der aktuelle weißrussische Weltrekordhalter Andrej Rybakow.

Die türkische Gewichtheberin Sibel Özkan hat ihre olympische Silbermedaille von Peking 2008 bereits davor wegen Dopings zurückgeben müssen.

Die 15 positiven Proben reihen sich in einer Serie von Doping-Skandalen im Gewichtheben. Die bulgarischen Gewichtheber waren deshalb für die Spiele in Rio de Janeiro gesperrt, ebenso waren Aserbaidschan die Startplätze entzogen worden. Dennoch wurden auch in Rio fünf Gewichtheber wegen Dopings von den Spielen ausgeschlossen. Der Kirgise Isat Artykow verlor deshalb seine Bronzemedaille in der Kategorie bis 69 kg. (APA, 24.8.2016)

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