Senioren geben sich mit 0,8 Prozent nicht zufrieden

24. August 2016, 14:27
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Blecha fordert zusätzlich 100 Euro Einmal-Zahlung

Wien – Die Seniorenvertreter geben sich mit den gesetzlich vorgesehenen 0,8 Prozent Pensionserhöhung für 2017 nicht zufrieden. Der Präsident des SPÖ-Pensionistenverbandes, Karl Blecha, forderte am Mittwoch zusätzlich eine Einmalzahlung von 100 Euro. Auch die Obfrau des ÖVP-Seniorenbundes, Ingrid Korosec, will mehr als 0,8 Prozent, ihre konkrete Forderung will sie aber erst in den Verhandlungen nennen.

Blecha begründete seine Forderung nach einer zusätzlichen Einmalzahlung von 100 Euro damit, dass die 0,8 Prozent nicht ausgleichen könnten, was die Teuerung den Pensionisten "Tag für Tag aus dem Börsel frisst". Mieten, Lebensmittel, die Ausgaben des Alltags liegen "deutlich über der statistischen Teuerungsrate, die durch z.B. billige Flachbild-Fernseher und Co. derzeit nur 0,6 Prozent beträgt. Aber wer kauft sich wöchentlich einen neuen Fernseher?"

Auch Korosec will mehr erreichen

Korosec wollte diese Forderung nicht öffentlich kommentieren. Aber auch die Obrfau des ÖVP-Seniorenbundes betonte, dass sie für die Pensionisten in Verhandlungen mit der Regierung mehr als die 0,8 Prozent erreichen wolle. Die konkrete Forderung will sie aber erst in den Verhandlungen nennen. Blecha kündigte an, seine Forderung in den nächsten Tagen persönlich an Sozialminister Alois Stöger (SPÖ) und Finanzminister Hans Jörg Schelling (ÖVP) zu übergeben. "Der Pensionistenverband wird den politischen Entscheidungsträgern die Türe einrennen." Korosec erklärte dazu, dass schon seit Wochen Verhandlungstermine mit den zuständigen Ministern fix vereinbart seien. (APA, 24.8.2016)

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