Langzeitarchiv: Milliardstes Dokument im Barbarastollen eingelagert

24. August 2016, 12:39
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Kopien kulturhistorisch bedeutender Dokumente katastrophensicher in ehemaligem Bergwerk aufbewahrt

Bonn – Damit im Fall von Naturkatastrophen, Kriegen, Terrorismus oder ähnlichen Bedrohungen Dokumente von hoher kulturhistorischer Bedeutung nicht verloren gehen, werden Kopien an sicheren Orten eingelagert. Ein solcher Ort liegt nahe dem deutschen Freiburg im Breisgau und gehört zu einem ehemaligen Bergwerk: Der Barbarastollen von Oberried gilt als größtes Langzeitarchiv Europas.

200 Meter tief unter Granit und Gneis verwahrt das deutsche Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe dort seit 1975 Aufnahmen wichtiger kultureller und geschichtlicher Dokumente auf Mikrofilm, die in zylindrischen Edelstahlbehältern von über einem halben Meter Länge luftdicht eingelagert werden. Unter konstanten klimatischen Bedingungen aufbewahrt, dienen sie als Absicherung gegen unwiederbringliche Verluste.

In Kürze steht dort ein beachtliches Jubiläum an: Anfang Oktober wird der Barbarastollen die Zahl von einer Milliarde eingelagerter Dokumentkopien erreichen. Zusätzlich zu den bereits eingelagerten Dokumenten sollen nun Unterlagen zur Entstehung des deutschen Grundgesetzes in das Archiv gebracht werden, teilte das Bundesamt im Bonn mit. (red, APA, 24. 8. 2016)

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