Kapsch TrafficCom verkaufte und verdiente im 1. Quartal mehr

24. August 2016, 10:59
posten

Konsolidierung von Schneider Electric brachte mehr Umsatz aber weniger Gewinn – Unternehmenschef Kapsch blickt "positiv nach vorn"

Kapsch TrafficCom, in Wien börsennotierter Anbieter von Mautsystemen, hat im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2016/17 Umsatz und Gewinn deutlich gesteigert. Einen großen Anteil am Umsatzplus hatte die erstmalige Konsolidierung der von Schneider Electric gekauften Sparte Transportation, die im Quartal fast 25 Mio. Euro zusätzlichen Umsatz brachte, allerdings noch nicht den Gewinn sprudeln lässt.

"Vor dem Hintergrund der deutlich verbesserten strategischen Aufstellung der Gruppe, der guten Geschäftsentwicklung im ersten Quartal, einer starken Kapitalausstattung und der gut gefüllten Projektpipeline sehe ich positiv nach vorne", schreibt Unternehmenschef Georg Kapsch im Quartalsfinanzbericht.

"Integrationskosten"

Die "Kapsch TrafficCom Transportation (KTT) soll im Gesamtjahr 125 Mio. Euro zum Umsatz von Kapsch TrafficCom beitragen, aufgrund von "Integrationskosten" und noch fehlender Profitabilität aber die Ergebnisse der Kapsch TrafficCom Group belasten. Im ersten Quartal belief sich die Belastung des operativen Ergebnisses auf 1,1 Mio. Euro. Drei Viertel des Umsatzes macht Kapsch mit Mautsystemen, den Rest mit der wachsenden Sparte "intelligente Mobilität" ("Intelligent Mobility Solutions").

Der Umsatz von Kapsch TrafficCom legte im ersten Quartal 2016/17 im Vergleich zum Vorjahresquartal um 30 Prozent auf 152,3 Mio. Euro (117,1 Mio. Euro) zu, der Gewinn (Periodenergebnis) um 8 Prozent auf 12,4 Mio. Euro (11,5 Mio. Euro). Der operative Gewinn (EBIT) stieg um 38 Prozent auf 17,6 Mio. Euro (12,8 Mio. Euro).

Schuldscheindarlehen über 62 Mio. Euro

Kapsch hat im ersten Quartal erstmals ein Schuldscheindarlehen über 62 Mio. Euro plus 14,5 Mio. US-Dollar begeben. Damit soll eine im November 2017 fällige Anleihe über 70,8 Mio. Euro refinanziert werden. Es ist teils fix, teils variabel verzinst und umfasst drei Tranchen von fünf, sieben und zehn Jahren Laufzeit. Die Möglichkeit einer vorzeitigen Tilgung soll dem Unternehmen mehr Flexibilität sichern. Diese Maßnahme sowie der Kauf der 48 Prozent an der tschechischen Kapsch Telematic Services haben dazu geführt, dass die Eigenkapitalquote auf 35 Prozent gefallen ist. Dennoch verfüge man mit Quartalsende über ein Nettoguthaben von 15,2 Mio. Euro. (APA, 24.8. 2016)

Link

Kapsch

Share if you care.