Drohnen-Programmierer der TU Graz zu Wettbewerb in die USA eingeladen

24. August 2016, 10:51
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Team des Instituts für Maschinelles Sehen und Darstellen hat Such- und Rettungsdrohne programmiert – 100.000 Euro für den Sieger

Die "Graz Griffins" der Technischen Universität Graz sind ins Finale eines internationalen Wettbewerbes für Such- und Rettungsdrohnen eingeladen worden. Die Endausscheidung unter den zehn besten verbliebenen Teams wird am 27. und 28. August in Rome im US-Staat New York stattfinden. Dem Gewinner winken 100.000 Dollar Preisgeld.

Die "DJI Developer Challenge" wird vom chinesischen Drohnen-Entwickler DJI gemeinsam mit Ford und dem Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen UNDP ausgeschrieben. Das Studierendenteam vom Institut für Maschinelles Sehen und Darstellen der TU Graz hat es von ursprünglich rund 100 Teams bis in die Finalrunde geschafft. Neun Master- und Doktoratstudenten haben sich in den vergangenen zehn Monaten ins Zeug gelegt und bereiten sich nun auf die Endausscheidung unter den zehn besten Teams vor, wie der Initiator der Grazer Gruppe, Friedrich Fraundorfer, im Gespräch schilderte.

Realistische Anwendungsgebiete

Flug- und Rettungseinsätze sind für unbemannte Luftfahrzeuge realistische Anwendungsgebiete. Dementsprechend ist die Aufgabenstellung des Drohnenwettbewerbes ausgefallen: Bei der Live-Demonstration in Rome soll die von den Teilnehmern programmierte Drohne in einem 50 mal 50 Meter großen Testbereich im Flug nach Opfern suchen. Die Herausforderung besteht in den Hindernissen, denen die Drohne bei ihrem Flug in rund zwei Metern Höhe ausweichen muss, erklärte Fraundorfer. Hier gehe es vor allem um die semantische Interpretation der Kameraaufnahmen und die Flugsteuerung.

"Wir sind die einzigen österreichischen Vertreter im Finale der zehn Besten. Unter den Konkurrenten finden sich u.a. ein Team der Stanford University/Kalifornien und mehrere chinesische Teams. Wir wissen, dass wir international mithalten können, jetzt werden wir sehen, ob es auch für den ersten Platz reicht", so der Grazer Assistenzprofessor. Bereits am Mittwoch heben drei Mitglieder der Gruppe in Richtung Rome ab. (APA, 24.8. 2016)

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    foto: schreenshot
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