Nach dem Hype: "Pokémon Go" laufen massenweise die Spieler davon

24. August 2016, 10:55
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Populäres Mobile-Game verlor im zweiten Monat 12 Millionen aktive Spieler

Nach einem rasanten Aufstieg droht nun der tiefe Fall: Das Mobile-Game "Pokémon Go" hat im August zwölf Millionen Daily Active Users (DAU) verloren. Dabei zählte die App Mitte Juli noch rund 45 Millionen tägliche Spieler weltweit.

Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg basierend auf Daten der Marktforscher Sensor Tower, Survey Monkey und Apptopia berichtet, sieht es bei allen anderen Statistiken zum Spiel nicht rosig aus. Sowohl die Downloadzahlen als auch die Zeit, die Spieler mit "Pokémon Go" verbringen, sind drastisch gesunken.

Spielerschwund

Bloomberg zufolge dürfte die Nachricht andere Dienste wie Twitter und Facebook freuen, die in der Hochzeit des Hypes um "Pokémon Go" nach dem Start im Juli einen deutlichen Rückgang in den Nutzungszeiten ihrer Apps zu beklagen hatten.

Die Nachrichtenagentur wirft zudem die Frage auf, ob der Spielerschwund auch mit einem allgemein nachlassenden Interesse an Augmented-Reality-Anwendungen zu tun hat. Google Trends zufolge scheint die Nachfrage nach AR-Anwendungen im Einklang mit dem "Pokémon Go"-Abfall nachzulassen. Das Interesse an Virtual-Reality-Inhalten sei hingegen ungebrochen hoch.

Nachschub versprochen

Unterdessen bemüht sich "Pokémon Go"-Hersteller Niantic um Funktionsnachschub, um Spieler bei der Stange zu halten. Mit den jüngsten Updates für iOS und Android wurde beispielsweise das Feature "Pokémon Appraisal" eingeführt, über das sich nun erschließen lässt, welches Monster sich am besten für einen Kampf eignet. Neben weiteren kleineren Verbesserungen gibt es zudem eine gute Nachricht für Spieler in der Stadt und auf dem Land: Die Entwickler haben die Spawnrate für seltene Tierchen angehoben und die Item-drop-Rate an Pokéstops erhöht.

An weiteren neuen Features werde gearbeitet. Bleibt abzuwarten, ob damit bis dahin verlorene Spieler wieder zurückgewonnen werden können. (zw, 24.8.2016)

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    foto: reuters/carlos jasso
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