Borealis im Halbjahr mit mehr Gewinn und weniger Umsatz

24. August 2016, 10:04
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Nettogewinn auf Rekordwert von 564 Mio. Euro gestiegen – Höhere Polyolefin-Margen – Düngemittelmarkt schwächer

Wien – Der Chemiekonzern Borealis, an dem die OMV 36 Prozent hält, hat im ersten Halbjahr mehr Gewinn und weniger Umsatz erzielt. Profitiert hat das Unternehmen im zweiten Quartal von höheren Margen im Polyolefingeschäft. Der Düngemittelmarkt war dagegen schwächer. Der Nettogewinn stieg auf einen Rekordwert von 564 Mio. Euro, nach 489 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum, teilte Borealis am Mittwoch mit.

Der Umsatz ging in den ersten sechs Monaten von 4,03 auf 3,7 Mrd. Euro zurück. Für das dritte Quartal wird erneut ein solides Ergebnis erwartet.

Im zweiten Quartal fiel der Nettogewinn mit 309 Mio. Euro geringer aus als im Vorjahresquartal (351 Mio. Euro). Das sei aber nach dem Rekordjahr 2015 das zweitbeste Quartalsergebnis gewesen. Als Gründe für die relativ gute Entwicklung im zweiten Quartal nennt Borealis die äußerst starken Gewinnspannen im Polyolefingeschäft sowie höheren Beiträgen von Borouge – dem Joint Venture von Borealis mit der Abu Dhabi National Oil Company (ADNOC) aus den VAE. Das Basis-Chemikaliengeschäft habe dagegen eine schwächer Performance gezeigt. Grund dafür sei eine untypische Düngemittelsaison mit niedriger Nachfrage und sinkenden Preisen gewesen.

Das Anlagenerweiterungsprojekt Borouge 3 wurde mit der Inbetriebnahme der neuen Anlage für vernetztes Polyethylen im zweiten Quartal abgeschlossen. Borouge sei nun der größte integrierte Polyolefin-Komplex der Welt. Borealis und Borouge verfügten inzwischen gemeinsam über eine Polyolefin-Produktionskapazität von 8 Mio. Tonnen pro Jahr.

Die Verschuldungsquote (Gearing) von Borealis sank im Halbjahr auf 17 Prozent, nach 31 Prozent. (APA, 24.8.2016)

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