Zwei Touristinnen attackierten Polizisten und Bankangestellte

24. August 2016, 17:14
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Frauen mussten beim Geldwechseln in einer Bank Ausweis vorzeigen und fühlten sich davon beleidigt – Situation eskalierte

Zell am See – Da eine Bankangestellte von ihnen die Vorlage eines Ausweises verlangt habe, sollen zwei Urlauberinnen aus den Vereinigten Arabischen Emiraten Dienstagnachmittag in Zell am See im Pinzgau randaliert haben. Eine 20-Jährige attackierte laut Aussendung der Landespolizeidirektion Salzburg einen Polizisten, trat ihm gegen das Schienbein, spuckte ihm ins Gesicht und biss ihn in den Finger. Die 48-jährige Mutter der Frau soll kurz darauf auf die Bankmitarbeiterin losgegangen sein.

Schon mehrfach zum Geldwechseln in der Bank

Die beiden Touristinnen sollen am Dienstag mehrfach zum Geldwechseln in die Bank gekommen sein. Da das den Bankangestellten laut Aussendung "suspekt" vorgekommen sei, hätten diese einen Ausweis gefordert. Daraufhin soll die junge Frau die Bankmitarbeiter wild beschimpft haben. Die Angestellten entschieden, die Polizei zu rufen.

Als Beamte die 20-Jährige aus der Filiale leiteten, habe sie einen Polizisten angegriffen. Die Mutter der Frau soll in die Bank gegangen, eine Angestellte angespuckt und Steine in die Filiale geworfen haben. Laut Polizei soll sie sich derart aggressiv verhalten haben, dass sie kurzfristig festgenommen wurde. Beide Frauen mussten eine Sicherheitsleistung hinterlegen und wurden auf freiem Fuß angezeigt.

Die Pressestelle der Landespolizeidirektion bezeichnete den Vorfall als "presserelevant", weil ein Polizist verletzt wurde, hieß es zum STANDARD . In jüngerer Zeit habe es "keine ähnlichen Vorfälle" mit Gästen aus dem arabischen Raum gegeben. Diese machen in Zell am See / Kaprun einen bedeutenden Anteil im Tourismus aus. 2015 wurden 230.000 Nächtigungen von Urlaubern aus den Emiraten, dem Oman oder Saudi Arabien gezählt. (krud, APA, 24.8.2016)

Hinweis: Der Artikel wurde aktualisiert.

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