"Klasse Leute": Trump deutet milderes Vorgehen gegen Einwanderer an

24. August 2016, 05:59
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Unter den Ausländern in den USA ohne Aufenthaltsgenehmigung gebe es "klasse Leute", so der Präsidentschaftskandidat

Austin – Der republikanische US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump hat ein Abweichen von seiner harten Linie bei der Einwanderungspolitik als denkbar bezeichnet. "Natürlich könnte es ein weniger hartes Vorgehen geben, denn wir wollen die Menschen nicht verletzen", sagte er am Dienstag bei einer Gesprächsrunde in Austin. Unter den Ausländern in den USA ohne Aufenthaltsgenehmigung gebe es "klasse Leute".

Trumps neue Wahlkampfmanagerin Kellyanne Conway hatte am Sonntag bereits erklärt, der Geschäftsmann plane einen "fairen und menschlichen" Ansatz im Umgang mit den Millionen von Menschen ohne Bleiberecht. Auch sei nicht sicher, ob Trump an seinem Vorschlag zum Aufbau einer Art Deportationspolizei festhalten werde.

In den USA leben elf Millionen Ausländer ohne Aufenthaltserlaubnis, was der Bevölkerung Belgiens entspricht. Trump hatte im Vorwahlkampf ein hartes Vorgehen mit Zwangsausweisungen sowie dem Bau einer Mauer an der Grenze zu Mexiko versprochen und damit bei vielen Republikanern gepunktet. Kritiker haben seine Vorschläge als unmenschlich, unbezahlbar und unrealistisch bezeichnet. Der jüngsten Reuters/Ipsos-Umfrage zufolge liegt Trump deutlich hinter seiner demokratischen Rivalin Hillary Clinton. (Reuters, 24.8.2016)

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