Dragovic-Transfer zu Leverkusen fixiert

23. August 2016, 20:44
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Nach langem Hin und Her wechselt der Teamverteidiger nun doch von Kiew in die deutsche Bundesliga

Wien – Was lange währte, ging nun doch zu Ende: die Transfersaga um Aleksandar Dragovic nämlich. Am Dienstag gaben Dynamo Kiew sowie ein Sprecher des Teamverteidigers den endlichen Vollzug des Transfers vom ukrainischen Meister zu Bayer Leverkusen bekannt, wenig später bestätigten die Deutschen den Zugang.

Leverkusen-Geschäftsführer Michael Schade: "Wir sind froh, dass unsere Geduld in dieser recht schwierigen Personalie zum Erfolg geführt hat. Es war nicht leicht, umso glücklicher sind wir, dass es doch noch geklappt hat."

Seit Monaten war über diesen Wechsel des 49-fachen Internationalen spekuliert worden, zuletzt jedoch schien Stillstand zu herrschen. Knackpunkt dürfte die von Kiew geforderte Ablösesumme gewesen sein, die der Bundesligist nicht zu bezahlen gewillt schien. Nun wurde über die Summe Stillschweigen vereinbart, bild.de will trotzdem wissen, dass dieselbe 18 Millionen Euro betragen habe. Noch nie wurde auch nur annähernd so viel für einen österreichischen Fußballer bezahlt. Bereits als Dragovic 2013 um neun Millionen vom FC Basel nach Kiew wechselte, war der der teuerste österreichische Kicker aller Zeiten gewesen.

In Leverkusen unterschrieb der 25-jährige Wiener nun einen Vertrag bis 2021 beim Champions-League-Teilnehmer. "Bayer hat von Beginn an klargemacht, dass sie mich wollen, nie locker gelassen und sehr hart um mich gekämpft. Das imponiert mir extrem, gleichzeitig pusht es mich. Ich möchte dieses Vertrauen so rasch wie möglich zurückzuzahlen und werde vom ersten Tag an alles reinhauen", so Dragovic in einer Aussendung. Mit Kiew hat Dragovic in dieser Saison bereits fünf Runden absolviert, die deutsche Bundesliga startet ihre Saison am kommenden Wochenende.

Völler: "Wichtiger Baustein"

Leverkusens Sportdirektor Rudi Völler bezeichnete die Verpflichtung des Österreichers in einer Stellungnahme als einen weiteren "wichtigen Baustein einer national und international konkurrenzfähigen Mannschaft. Wir haben uns in allen Wettbewerben viel vorgenommen. Mit Aleksandar Dragovic kommt ein bereits sehr erfahrener Innenverteidiger zu uns."

Mit Julian Baumgartlinger und Ramazan Özcan stehen bereits zwei Nationalteam-Kollegen des Neuzugangs im Kader von Bayer-Trainer Roger Schmidt. Dessen Defensiv-Abteilung ist gut bestückt, Dragovic erwartet in Leverkusen starke interne Konkurrenz. Er glaube jedoch an seine Chance und daran, sich beim Bundesligisten sportlich weiterzuentwickeln.

Der Rückblick auf die Zeit bei Kiew, wo Dragovic noch bis 2018 unter Vertrag gestanden wäre, fällt positiv aus. "Ich habe sportlich, aber auch menschlich einiges dazugelernt und nehme viele wertvolle Erfahrungen und gute Erinnerungen mit." Dazu gehören zwei Meisterschaften und ebenso viele Cupsiege. Einmal stand Dragovic mit Dynamo im Achtelfinale der Champions League. (red, APA, 23.8. 2016)

  • Alexsandar Dragovic im Duell mit Chelseas Diego Costa beim Gruppenspiel der Champions League vergangenen Herbst.
    foto: reuters/sibley

    Alexsandar Dragovic im Duell mit Chelseas Diego Costa beim Gruppenspiel der Champions League vergangenen Herbst.

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