Schimmelpilze im Dudelsack: Musiker stirbt an Infektion

23. August 2016, 13:36
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Britische Forscher ermittelten die Todesursache von 61-jährigem Dudelsackspieler

London/Glasgow – Musizieren kann lebensgefährlich sein: Weil er sein Instrument jahrelang nicht gereinigt hat, ist ein Dudelsackspieler in Großbritannien im Alter von 61 Jahren gestorben. Laut einer in der Zeitschrift "Thorax" veröffentlichten Studie waren der trockene Husten und die Atemnot, die dem Musiker zu schaffen machten, auf Schimmelpilze in seinem Instrument zurückzuführen.

Auf die Idee, den Dudelsack zu untersuchen, kamen seine Ärzte nach der Rückkehr des Musikers von einem dreimonatigen Australien-Aufenthalt. Denn während der Reise hatte er das Instrument nicht dabei und fühlte sich deutlich besser. In Analysen wurden mehrere Pilzarten an verschiedenen Stellen des Dudelsacks entdeckt. Der Mann unterzog sich einer Behandlung, doch diese kam zu spät: Er starb im Oktober 2014.

Pilze einatmen

Die Obduktion brachte große Risse in der Lunge zum Vorschein. Zum ersten Mal sei entdeckt worden, dass derartige Beschwerden auf das Einatmen von Pilzen aus einem Dudelsack zurückzuführen seien, heißt es in der Studie.

Eine deutliche Warnung an Musiker enthält der Bericht auch: "Spieler von Blasinstrumenten müssen verstehen, wie wichtig die regelmäßige Reinigung ist." Die Forscher räumen allerdings ein, dass es keine Empfehlungen für optimale Hygiene-Regeln gibt. "Am besten ist es , das Instrument nach dem Gebrauch so zu reinigen, dass es trocken ist", schreiben die Studienautoren.

Andrew Bova vom Nationalen Dudelsack-Zentrum im schottischen Glasgow schwört auf die Reinigung mit einem Wattebausch nach jeder Nutzung. "So stellt sich gar nicht erst Feuchtigkeit ein", sagte er der BBC. (APA, red, 23.8.2016)

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    foto: apa/dpa/patrick pleul
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