Microsoft-Apps künftig auch bei Motorola-Smartphones vorinstalliert

23. August 2016, 13:08
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Lenovo und Microsoft treffen Patentabkommen – Office-Apps, OneDrive und Skype

Wenn man schon mit dem eigenen Betriebssystem keinen Erfolg hat, muss man darauf schauen, wenigstens bei der Konkurrenz mitzunaschen. Dieses Motto scheint sich Microsoft als aktuelle mobile Strategie auserkoren zu haben. Um dies zu erreichen hat das Unternehmen in den letzten Jahren zunehmend auch seine Patente in Stellung gebracht – und zwar durchaus erfolgreich. Nun gesellt sich ein weitere Hersteller in die Riege jener, die sich auf einen Deal mit Microsoft einlassen.

Motorola

Lenovo wird künftig eine Reihe von Microsoft-Apps auf seinen Android-Smartphones vorinstallieren, dies gilt sowohl für die unter der eigenen Marke verkauften Geräte als auch für jene, die von der Tochterfirma Motorola entwickelt werden. Eine exakte Liste von Apps wird in der offiziellen Ankündigung zwar nicht genannt, es sollen aber die gewohnten Office-Apps, OneDrive und Skype dazuzählen.

Finanzielle Hintergründe zu der Abmachung wurden nicht genannt. Wie bei ähnlichen Deals in der Vergangenheit dürfte es aber so sein, dass Microsoft für die Vorinstallation der betreffenden Apps zumindest auf einen Teil der Patentzahlungen durch Lenovo verzichtet.

Hintergrund

Damit haben mittlerweile fast alle großen Android-Hersteller eine entsprechende Abmachung mit Microsoft getroffen. Von Samsung über Sony und LG bis zu Xiaomi liefern alle mittlerweile Microsoft-Apps im Pre-Install – die natürlich allesamt nicht deinstalliert werden können. Lediglich Google und HTC verweigern sich noch einer solchen Abmachung. (red, 23.8.2016)

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    foto: bobby yip / reuters
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