Oberbank entsendet 200 Mitarbeiter in neue Gesellschaft

23. August 2016, 12:23
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Wieder Ertragszuwächse im ersten Halbjahr, Kapitalerhöhung geplant

Wien – Oberbank-Chef Franz Gasselsberger hat am Dienstag "das beste Halbjahresergebnis seit sieben Jahren in Folge" präsentiert. Wachstumstreiber sei die hohe Beratungskompetenz bei geförderten Investitions- und Exportfinanzierungen. Aber auch im Privatkreditgeschäft gab es ein Plus von 7,6 Prozent auf 2,8 Milliarden Euro. "Wir werden weiter expandieren. Ob das jetzt modern ist oder nicht, wir halten an der Expansion fest", sagte Gasselsberger vor Journalisten in Wien.

Aufhorchen ließ Gasselsberger mit der Ankündigung, dass er 200 Mitarbeiter (von insgesamt 2.053) in eine eigene Dienstleistungsgesellschaft entsendet. Für die Bank habe das den Vorteil, dass die Mitarbeiter nicht mehr dem Banken-Kollektivvertrag, sondern dem Gewerbekollektivvertrag unterliegen. Betroffen davon seien Mitarbeiter in der Abwicklung, etwa in der Kreditverwaltung und dem Zahlungsverkehr. Betroffen davon wären aber nur neue Mitarbeiter, die eingestellt werden. Für bestehende gilt bis zum Ausscheiden weiter der Banken-KV.

Bankomatgebühr: "Ärger größer als Nutzen"

Um den Expansionskurs fortsetzen zu können, ist eine Kapitalerhöhung von rund 100 Millionen Euro geplant. Im Vorjahr gab es zwei Kapitalerhöhungen, die laut Oberbank "sehr erfolgreich" waren. Im ersten Halbjahr wurden fünf weitere Filialen eröffnet (Jena, Erfurt, Ulm, Wien-Donauspital und Wien-Perchtoldsdorf), bis Jahresende seien zwei weitere in Ungarn geplant.

Nichts abgewinnen kann Gasselsberger einer Bankomatgebühr. Da sei "der Ärger größer als der Nutzen". Das Bankgeschäft generell befinde sich in einem unglaublichen Wandel; zu den größten Herausforderungen dabei zähle die Digitalisierung. (cr, 23.8.2016)

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