Deutscher Buchpreis: Vier Österreicher auf der Longlist

23. August 2016, 11:07
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Reinhard Kaiser-Mühlecker, Hans Platzgumer, Eva Schmidt und Anna Weidenholzer mit Chancen auf die Auszeichnung – Gewinner wird am 17. Oktober bekanntgegeben

Frankfurt/Wien – Vier österreichische Autoren haben es auf die Longlist des Deutschen Buchpreises 2016 geschafft: Reinhard Kaiser-Mühlecker, Hans Platzgumer, Eva Schmidt und Anna Weidenholzer sind auf der 20 Namen umfassenden Liste zu finden, die am Dienstag vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels veröffentlicht wurde. Damit haben sie Chancen auf die mit 25.000 Euro dotierte Auszeichnung.

Kaiser-Mühlecker wurde für "Fremde Seele, dunkler Wald" (S. Fischer) nominiert, Platzgumer findet sich mit "Am Rand" (Paul Zsolnay) auf der Liste, Eva Schmidt mit "Ein langes Jahr" (Jung und Jung) und Anna Weidenholzer mit "Weshalb die Herren Seesterne tragen" (Matthes & Seitz Berlin). Ebenfalls starken Österreichbezug weist Burg-Schauspieler Joachim Meyerhoff auf, der mit "Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke" (Rowohlt Berlin), dem dritten Teil seiner autobiografisch geprägten Romanreihe, bei der Jury punkten konnte.

Shortlist bist zum 20. September

Insgesamt hat diese aus 178 Neuerscheinungen ausgewählt – und die nun vorliegende Liste umfasst einige sehr illustre Namen. So finden sich darauf etwa Ernst-Wilhelm Händler, Bodo Kirchhoff, Michael Kumpfmüller, Katja Lange-Müller, Sibylle Lewitscharoff, Thomas Melle, Arnold Stadler, Peter Stamm und Thomas von Steinaecker.

Bis zum 20. September wird die Autorenauswahl auf sechs Namen reduziert, die dann die Shortlist bilden. Der Sieger wird am 17. Oktober bekanntgegeben. Er erhält 25.000 Euro, die übrigen fünf Autoren der Shortlist je 2.500 Euro. (APA, 23.8.2016)

Die Longlist (in alphabetischer Reihenfolge)

  • Akos Doma "Der Weg der Wünsche" (Rowohlt Berlin)
  • Gerhard Falkner "Apollokalypse" (Berlin Verlag)
  • Ernst-Wilhelm Händler "München" (S. Fischer)
  • Reinhard Kaiser-Mühlecker "Fremde Seele, dunkler Wald" (S. Fischer)
  • Bodo Kirchhoff "Widerfahrnis" (Frankfurter Verlagsanstalt)
  • Andre Kubiczek "Skizze eines Sommers" (Rowohlt Berlin)
  • Michael Kumpfmüller "Die Erziehung des Mannes" (Kiepenheuer & Witsch)
  • Katja Lange-Müller "Drehtür" (Kiepenheuer & Witsch)
  • Dagmar Leupold "Die Witwen" (Jung und Jung)
  • Sibylle Lewitscharoff "Das Pfingstwunder" (Suhrkamp)
  • Thomas Melle "Die Welt im Rücken" (Rowohlt Berlin)
  • Joachim Meyerhoff "Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke" (Kiepenheuer & Witsch)
  • Hans Platzgumer "Am Rand" (Paul Zsolnay)
  • Eva Schmidt "Ein langes Jahr" (Jung und Jung)
  • Arnold Stadler "Rauschzeit" (S. Fischer)
  • Peter Stamm "Weit über das Land" (S. Fischer)
  • Michelle Steinbeck "Mein Vater war ein Mann an Land und im Wasser ein Walfisch" (Lenos)
  • Thomas von Steinaecker "Die Verteidigung des Paradieses" (S. Fischer)
  • Anna Weidenholzer "Weshalb die Herren Seesterne tragen" (Matthes & Seitz Berlin)
  • Philipp Winkler "Hool" (Aufbau)

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