Kanadas Premier Trudeau verteidigt Tragen des Burkini

23. August 2016, 08:41
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Premier fordert Respekt für die Entscheidungen anderer, Kanada solle "über Toleranz hinausgehen"

Ottawa – Kanadas Premierminister Justin Trudeau hat das Tragen des Burkini verteidigt, nachdem der muslimische Ganzkörperbadeanzug in mehreren französischen Badeorten verboten worden war. Trudeau forderte am Montag bei einer Pressekonferenz, dass der "Respekt der individuellen Rechte und Entscheidungen" "ganz oben im öffentlichen Diskurs" stehen sollte.

Forderungen von Politikern in der französischsprachigen Provinz Quebec nach einem Burkini-Verbot wies der liberale Politiker zurück. Kanada sollte "über die Toleranz hinaus gehen", sagte Trudeau. Toleranz bedeute lediglich, das Existenzrecht anderer zu akzeptieren, wenn sie "bei uns nicht zu sehr stören". Es gehe aber um "Akzeptanz" des Anderen nicht "trotz, sondern wegen der Unterschiede", sagte Trudeau.

In Frankreich hatten kürzlich Cannes, Nizza und andere Küstenstädte den Burkini im Namen der Trennung von Religion und Staat verboten und das teilweise mit Verweis auf die jüngsten Terroranschläge begründet. (APA, 23.8.2016)

  • Kanadas Premier Justin Trudeau wies Forderungen von Politikern in der französischsprachigen Provinz Quebec nach einem Burkini-Verbot zurück.
    foto: reuters / todd korol

    Kanadas Premier Justin Trudeau wies Forderungen von Politikern in der französischsprachigen Provinz Quebec nach einem Burkini-Verbot zurück.

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