IG Autorinnen Autoren unterstützt Asli Erdogan

22. August 2016, 12:45
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Seit die Autorin vergangenen Mittwoch verhaftet wurde, sorgen sich Kollegen und Politik und protestieren

Wien – "Wir wollen Asli Erdogan zurück", titelt ein am Montag von der IG Autorinnen Autoren ausgesandter Brief zur Inhaftierung der türkischen Schriftstellerin wegen "Volksverhetztung" am vergangenen Mittwoch – DER STANDARD berichtete.

"Die Regierung Erdogan schützt nicht vor Terror oder Putschisten, sie bekämpft die Demokratie, die freie Meinungsäußerung, die Unabhängigkeit der Kunst und die Freiheit der Wissenschaft. Was ihr nicht in den Kram passt, verbietet sie und erklärt es für ‚illegal‘", heißt es darin weiter. Und: "Wir wissen, Asli Erdogan wurde festgenommen, weil man sie zum Verstummen bringen will. Man muss dafür sorgen, dass sie nicht mehr gelesen und gehört werden kann, nirgends, nicht in ihrer Heimat und in keinem anderen Land."

Neuerliche Einladung nach Graz

Bereits früher habe Asli Erdogan staatliche Gewalt gegen sich erfahren müssen, unter anderem sei sie bei einer polizeilichen Festnahme so schwer verletzt worden, dass sie noch immer an den Folgen leide.

"Wir wollen Asli Erdogan zurück, in Graz, in Wien, in Österreich, in Genf, in Zürich, in der Schweiz, in Deutschland und überall anderswo, wo sie als freier Mensch hingehen soll können und gelesen und gehört werden kann. Wir wollen lesen, was sie zu schreiben hat, wir wollen wissen, was sie zu sagen hat", so die Aussendung.

Auf ein Angebot des Grazer Bürgermeisters Siegfried Nagl Bezug nehmend, wo Erdogan 2013 und 2014 "Writer in Exile" war, unterstütze die IG Autorinnen Autoren deren neuerliche Einladung in die steirische Landeshauptstadt. (red, 22.8.2016)

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