Anteil der Frauen in US-IT-Branche niedriger als 1990

21. August 2016, 14:52
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Frauen verdienen in der amerikanischen IT-Branche heute mehr als früher, ihr Anteil ist jedoch gesunken

Während in den USA die Zahl der berufstätigen Frauen in den vergangenen Jahrzehnten insgesamt gestiegen ist, ist sie in der IT-Branche gesunken. Waren es zum Höhepunkt im Jahr 1990 noch 31 Prozent, lag der Anteil von Frauen in der IT-Branche 2014 nur mehr bei 25 Prozent. Das geht aus einem aktuell veröffentlichten Bericht des statistischen Bundesamts der USA hervor.

Wenig Diversität

Obwohl das Durchschnittsgehalt von Frauen und Männern in der IT-Branche gestiegen ist, verdienen Frauen prozentuell immer noch weniger. Der Bericht zeigt auch, dass 70 Prozent der IT-Mitarbeiter in den USA weiß sind. Die größte Gruppe danach sind Asiaten mit 18 Prozent, gefolgt von Afroamerikanern und Hispanics mit jeweils sieben Prozent. IT-Konzerne versuchen mit verschiedenen Programmen und Initiativen die Diversität ihrer Mitarbeiter zu erhöhen. Unternehmen wie Facebook, Microsoft oder Apple veröffentlichen Berichte, in denen sie transparent machen wer in ihren Reihen arbeitet.

Dem Argument, dass Frauen sich eher für anderen Berufe interessieren würden, halten Kritiker entgegen, dass viele Mädchen bei der Ausbildung nicht die gleiche Aufmerksamkeit und Förderung wie Buben bekämen, wenn es um technische Fächer geht. Diversität in Unternehmen ist vorteilhaft, da so beispielsweise Probleme aus unterschiedlichen Blickwinkeln betrachtet werden.

Über 4 Millionen arbeiten in US-IT-Branche

Insgesamt ist die Zahl der Jobs in der IT-Branche seit 1970 stark gestiegen. Vor 46 Jahren gab es in den USA 450.000 Arbeitende im Bereich IT, 2014 waren es 4,6 Millionen. Das ist nicht weiter überraschend. In den 1970er Jahren gab es Computer hauptsächlich in Unternehmen und bei Behörden. Das hat sich mit der Verbreitung von Personal Computer rasch geändert. Unter anderem dadurch und mit der Erfindung des WWW wurden zahlreiche neue Berufe geschaffen. (red, 21.8.2016)

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    foto: ap photo/joerg sarbach
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