Prosenik: "Es ist eine typische Fußballgeschichte"

20. August 2016, 18:59
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  • WAC – Rapid (1:1)

Heimo Pfeifenberger (WAC-Trainer): "Ich glaube, dass wir uns den Punkt auf alle Fälle verdient haben. In der ersten Hälfte haben wir es sehr, sehr kompakt gehalten. Wir haben sehr wenig zugelassen. In der zweiten Hälfte haben wir mehr für die Offensive investiert, auch mit dem Personal noch einmal. Prosenik war sicher enttäuscht, dass er nicht von Anfang an gespielt hat. Er ist dann als Joker reingekommen. So etwas kann man nicht planen. Ich freue mich wirklich für ihn, er hat einen frischen Wind reingebracht."

Philipp Prosenik (WAC-Torschütze): "Es ist eine typische Fußballgeschichte, dass ausgerechnet der verliehene Spieler das Tor schießt. Natürlich war ich extra motiviert. Gegen Freunde spielt man immer gerne. Ich hatte etwas zu beweisen, und das habe ich, glaube ich, getan. In der ersten Hälfte haben wir zu viel Respekt vor Rapid gehabt nach ihrer Leistung im Europacup, in der zweiten Hälfte haben wir uns mehr zugetraut.

Mike Büskens (Rapid-Trainer): "Das Ergebnis ist gerecht. Der WAC hat in der zweiten Hälfte alles nach vorne geschmissen. Sie haben mit Prosenik einen zweiten großen, kopfballstarken Spieler gebracht. Sie wurden für ihren Aufwand belohnt nach einer Ecke, das ist so im Fußball. Spielerisch war wenig zu sehen. Wir hatten trotz alledem ein paar Chancen, um das 2:0 zu machen oder auch das 2:1. Das ist eine kampfbetonte Partie gewesen, da kannst du nicht immer erwarten, dass wir drei oder vier Tore schießen. Wir wissen, dass wir uns in der Realität bewegen und nicht in einer Traumwelt."

Christoph Schößwendter (Rapid-Torschütze): "Wir haben uns in der zweiten Hälfte zunehmend unter Druck setzen lassen und sind nicht mehr richtig herausgekommen. Wir haben uns vorgenommen, dass wir uns nicht zu weit reindrängen lassen. Der WAC hat viel mit langen Bällen agiert. In der ersten Hälfte haben wir schwer hineingefunden. Der WAC war viel bissiger und viel griffiger. In so einem Spiel muss man die zwei, drei Halbchancen, die man in der zweiten Hälfte bekommt, besser fertig spielen."

  • Austria – Altach (3:1):

Thorsten Fink (Austria-Trainer): "Wir wollten Altach das Spiel überlassen, denn wir wussten, dass es schwierig ist, sie zu pressen. Wir haben uns auf Konter verlassen, das hat die Mannschaft top umgesetzt. Ich bin sehr zufrieden, da man gesehen hat, dass die Mannschaft auch einen anderen Plan umsetzen kann. Wer nichts wagt, der nichts gewinnt. Ich vertraue auch diesen Spielern. Man hat gesehen, dass das auch Topspieler sind. Es war wichtig, frische Spieler zu bringen. 3:1 hört sich klar an, aber Altach hat gut gespielt und gezeigt, dass sie zurecht da oben stehen. Unser Ziel war es, den Anschluss in der Tabelle nicht zu verlieren, deshalb war es ein sehr wichtiger Sieg."

Kevin Friesenbichler (Austria-Doppeltorschütze): "Wir haben das Spiel anders angelegt, Altach spielen lassen. Es ist für uns bis zum Gegentor gut verlaufen, dann haben wir nicht lange gewartet, bis wir zurückgeschlagen haben. Die Freude ist sehr groß, getroffen zu haben, es überwiegt aber die Mannschaftsleistung. Wir haben 3:1 gegen den Tabellenführer gewonnen, das ist nicht so schlecht."

Damir Canadi (Altach-Trainer): "Das Spiel ist sehr unglücklich verlaufen. Wir haben in vielen Phasen, sowohl defensiv als auch offensiv, hervorragend agiert, es waren aber auch einige Unachtsamkeiten dabei. Die Gegentore waren zu billig, deshalb ist die Niederlage sehr ärgerlich. Die Chancenauswertung war nicht so effektiv wie es in den letzten Wochen war, aber so ist Fußball. Unsere beste Saisonleistung ist nicht mit Punkten belohnt worden. Bei der Austria kann man ein Spiel verlieren, die wollen einen Top-Drei-Platz, aber wir haben agiert wie eine Top-Drei-Mannschaft."

  • St. Pölten – Sturm (1:3):

Karl Daxbacher (SKN-Trainer): "Es waren zwei grundverschiedene Halbzeiten. Wir haben in der ersten Hälfte nicht einmal eine halbe Chance herausspielen können. Sturm ist auch sehr kompakt gestanden. Zweite Halbzeit war Brechstangenfußball. Wir haben alles riskiert, umgestellt und mit vielen hohen Bällen agiert. Leider haben wir das Elfergeschenk nicht angenommen. Aber meine Mannschaft kämpft jedes Spiel, wenn wir so weitermachen schlägt das Pendel auch wieder in unsere Richtung aus."

Franco Foda (Sturm-Trainer): "Erste Halbzeit waren wir sehr kompakt, haben zwei schöne Tore erzielt. Anfang zweiter Halbzeit hatten wir Riesen-Chancen auf das 3:0. Wenn man dann das Tor nicht macht und einen Gegentreffer kassiert, wird es hektisch – so ist der Fußball. Ich bin froh, dass wir gegen einen guten Gegner gewonnen haben."

Lukas Spendlhofer (Sturm-Verteidiger, Torschütze und Elfmeterverursacher): "Es war ein Wechselbad der Gefühle. Ich bin froh, dass es gut ausgegangen ist."

Zum Tor: "Wenn ich sie im Training schieße, kommt von zehn vielleicht einer so."

Zum Handspiel: "Ich bin davor aus dem Gleichgewicht gekommen. Aber wenn man sich die Bilder im Fernsehen anschaut, sieht es schon nach Absicht aus."

  • Admira – Ried (1:0):

Oliver Lederer (Admira-Trainer): "Aufgrund der Tabellensituation haben beide Teams vorsichtig begonnen. Dann sind wir besser ins Spiel bekommen, haben es kontrolliert und viele Chancen kreiert. Das Match war kein Leckerbissen, aber für ein Spiel Neunter gegen Zehnter hat es doch gutes Niveau gehabt. Bis zur entscheidenden Szene hat Gebauer sehr gut gehalten. Aber so ist manchmal der Fußball. Aus unserer Sicht war es aber ein gerechter Sieg. Wenn wir das Tor (beim letzten Konter der Rieder vor dem 1:0, Anm.) bekommen hätten, wären wir wohl endgültig in die Krise gerutscht."

Christian Benbennek (Ried-Trainer): "Wir haben uns sehr viel vorgenommen gehabt. Wir haben gut trainiert, haben uns gut auf die Admira eingestellt. Wir haben in der ersten Hälfte nicht gut genug umgeschaltet, in der zweiten Hälfte war das besser. Eine Aktion hat das Match entschieden, Gebauer hätte nicht herauskommen dürfen. Wir haben blöd verloren und wieder keinen Punkt mitgenommen. Wir haben aber einen Schritt weiter nach vor gemacht."

  • Salzburg – Mattersburg (3:1):

Oscar Garcia (Salzburg-Trainer): "Meine jungen Spieler haben heute toll gespielt, mit viel Persönlichkeit und hohem Tempo. Ein Unentschieden wäre nicht fair gewesen, wegen der Chancen in der ersten Hälfte und weil meine Spieler alles gegeben haben. Der Sieg war sehr wichtig, weil wir in der Bundesliga nicht gut begonnen haben. Alle Spieler haben mir gezeigt, dass sie Stammspieler sein können. Manche haben es mir schwer gemacht, für Mittwoch gegen Dinamo Zagreb die Entscheidung bei der Aufstellung zu treffen. Es ist immer gut, vor so einem wichtigen Spiel eine Gewinner-Dynamik zu haben."

Ivica Vastic (Mattersburg-Trainer): "Salzburg war wie gewohnt die dominierende Mannschaft. Wir wollten über die Defensive zu unseren Chancen kommen, haben auch das Spiel lange offengehalten und die Räume sehr eng gemacht. Die Schlüsselszene war das 1:2, da hat die Zuordnung nicht gepasst. Wir wollten dann den Ausgleich erzielen und haben alles riskiert, so kann man sich ein 1:3 einfangen. Wir waren sehr knapp dran an einem Punkt."

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