Golf-Gold für Südkorea, Wolf "eher enttäuschend"

20. August 2016, 18:16
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Tirolerin auf Schlussrunde fünf über Par

Rio de Janeiro – Die 28 Jahre alte Südkoreanerin Park Inbee ist die erste Golf-Olympiasiegerin seit 1904. Die siebenmalige Major-Gewinnerin siegte bei den Sommerspielen in Rio de Janeiro überlegen mit 268 Schlägen vor der neuseeländischen Weltranglistenersten Lydia Ko (273) und der Chinesin Fang Shenshen (274).

Das erste Olympia-Damengolfturnier seit mehr als 100 Jahren ist für Christine Wolf mit einer schwachen Runde zu Ende gegangen. Die Außenseiterin aus Tirol benötigte am Samstag in Rio de Janeiro auf der vierten Runde 76 Schläge (5 über Par). Mit insgesamt neun über Par wird die Weltranglisten-325. in etwa um Platz 45 unter 60 Teilnehmerinnen landen.

Die solide mit Runden von 71 und 69 in das Turnier gestartete Wolf ließ einer 77 am Freitag zum Abschluss eine neuerlich durchwachsene 76 folgen. Besonders mit ihrem Abschluss war Wolf gar nicht zufrieden. "Vor allem wie ich die letzten zwei Tage gespielt habe, war eher enttäuschend", meinte die Tirolerin.

Die Putts

Auf der Schlussrunde habe sie den Ball zwar schon wieder besser getroffen, allerdings missglückte ihr das kurze Spiel. "Ich habe auch mehr Chancen gehabt, aber leider die Putts nicht hineingetan. Und dann noch auf den letzten paar Löchern mehrere Drei-Putts hintereinander", sprach Wolf die sechs Bogeys und nur ein Birdie an. Sie müsse sich im Vergleich mit den Weltbesten eben noch in allen Belangen steigern. "Man lernt bei jedem Turnier was, es gibt sicher einiges mitzunehmen. Es gibt überall noch was zu verbessern."

Das Olympiaturnier sei aber jedenfalls eine wertvolle Erfahrung gewesen, sie wolle sich natürlich auch für das Turnier 2020 in Tokio qualifizieren. "Ich habe es jetzt einmal erleben dürfen, es war lässig, es ist auf jeden Fall ein Ziel, das wieder zu schaffen. Sicher möchte ich besser spielen bis dahin. In vier Jahren kann man viel machen", sagte die 27-Jährige im Gespräch mit der APA – Austria Presse Agentur.

Das hofft auch Verbandssportdirektor Niki Zitny, der die durchwachsene Schlussrunde von Wolf bedauerte. "Die erste Neun war noch ok, aber die zweite dann einfach zu viele Fehler, das muss man sagen, wie es ist. Sowohl vom Teee als auch auf das Grün, und dann auch noch drei Dreiputts als negative Krönung", meinte Zitny. Insgesamt sei Wolfs Auftreten aber gut gewesen. "Sehr professionell, sie kann sich von dem her überhaupt nichts vorwerfen."

Freilich müsse man aber auch genau analysieren, wo man die Schläge auf die Besten verliere. "Und die Rückschlüsse daraus ziehen, um für die Zukunft diese Mankos aufzuholen."

Zurück

Abgesehen vom Österreicher-Abschneiden, Bernd Wiesberger war Elfter geworden, zeigte sich Zitny begeistert von den Olympiarückkehr seines Sports. "Golf ist da super angekommen. Sowohl bei den Zuschauern als auch den Offiziellen und vor allem bei den Spielern. Alle die hier waren, egal ob die Proetten oder die Pros, es hat wie eine Bombe eingeschlagen. Alle Jungen sollten neben Majors und Ryder Cup auch Olympia als Ziel haben, das werden wir als Verband sicher pushen."

Besonders weil die Turniere in Tokio noch einmal eine andere Dimension haben werde. "2020 wird es noch einmal einen größten Impakt haben. Asien ist ein boomender Golfmarkt, vor allem bei den Damen. Das wird sicher eine unfassbare Veranstaltung, ich freue mich schon sehr drauf." (APA, 20.8.2016)

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