Lehmayer erste OLG-Präsidentin Österreichs

20. August 2016, 08:16
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Katharina Lehmayer wurde vom Nationalratspräsidium in Vertretung des Bundespräsidenten ernannt

Wien/Linz – Österreich bekommt am 1. Dezember seine erste Präsidentin eines Oberlandesgerichtes. Katharina Lehmayer, bisher Präsidentin des Landesgerichtes in Linz, wurde als erste Frau in diese Funktion ernannt – und zwar per Entschließung der drei Nationalratspräsidenten, die derzeit die Agenden des Bundespräsidenten ausüben. Sie löst Johannes Payerhuber-Wolfesberger ab, der in den Ruhestand tritt.

Lehmayer (53) hatte sich im Bewerbungsverfahren gegen ihre Konkurrenten durchgesetzt. Schon der Personalsenat des Obersten Gerichtshofes (OGH) hatte sie an die erste Stelle gereiht, auch Justizminister Wolfgang Brandstetter (ÖVP) schlug die Linzerin nach einem Hearing dem Nationalratspräsidium als neue OLG-Präsidentin vor. Der Minister freut sich "besonders, dass nun erstmalig eine Frau Präsidentin eines österreichischen Oberlandesgerichtes wird". Aufgrund der bisherigen Laufbahn und ihrer fundierten Erfahrungen in der Justizverwaltung sei sie bestens geeignet.

Die Zivilrechtlerin – die aber auch im Straf- und Familienrecht tätig war – studierte in Wien Jus. 1988 startete sie ihre Karriere als Richteramtsanwärterin in Wien, 1990 wurde sie Richterin am Bezirksgericht Döbling. 1999 ging Lehmayer zurück in ihre Heimatstadt Linz, wo sie zunächst Richterin am Landesgericht und Oberlandesgericht, ab 2008 Vizepräsidentin und ab 2010 Präsidentin des Landesgerichtes war.

Lehmayer – sie ist die Schwester des Wirtschaftskammerpräsidenten Christoph Leitl (ÖVP) – ist außerdem Mitglied des Universitätsrates der Uni Linz. Sie ist verheiratet und hat zwei erwachsene Töchter. (APA, 20.8.2016)

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