Der Überlebenskampf hat schon begonnen

19. August 2016, 16:34
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Lederer nach fünf Niederlagen en suite: "Sind Willens, die Serie zu brechen" – Ried schwächelt in der Fremde und hat Ladehemmung – Hart: "Müssen nur daran glauben"

Ried im Innkreis/Maria Enzersdorf – Nach fünf Siegen und einem Remis in den ersten sechs Pflichtspielen der Saison, kassierte die Admira zuletzt fünf Schlappen in Folge – drei davon in der Bundesliga. Im Heim-Kellerderby gegen Ried sind die Niederösterreicher am Samstag (18.30 Uhr) fest entschlossen, aus ihrem Tief zu tauchen. Aber auch Ried will endlich wieder punkten. "Wir müssen nur daran glauben", sagte "Wikinger" Florian Hart.

Der Saisonstart der Admira ist zweifelsohne misslungen. So rangierte man etwa vor einem Jahr nach vier Runden mit 8 Punkten auf Platz drei und blieb in den ersten sechs Runden unbesiegt. Trainer Oliver Lederer betonte, dass man die Niederlagen gegen Rapid, Altach und St. Pölten richtig einordnen müsse.

"Gegen St. Pölten waren wir bis zum Ausschluss (von Markus Wostry) in der 60. Minute die klar bessere Mannschaft. Gegen Altach haben wir in den Anfangsminuten jeder Hälfte ein Tor bekommen, und wir haben nach schweren Europacuppartien Tribut zollen müssen", erklärte Lederer, musste aber auch gestehen, dass das Spiel bei Rapid in der vergangenen Woche "verdient" mit 0:4 verloren ging.

Lederer zweifelt nicht

Lederer, der u.a. auf den gesperrten Daniel Toth und die angeschlagenen Toni Vastic, Philipp Posch, Ilter Ayyildiz sowie den in der Vorwoche engagierten Führungsspieler in spe, Ione Cabrera, verzichten muss, ist von seiner Truppe nach wie vor überzeugt. "Ich bin sicher, dass wir wieder in die Spur finden werden", sagte der 38-Jährige, für den Ried "absolut auf Augenhöhe" rangiert.

So wie die Admira zuletzt im Hanappi-Stadion keinen Stich machte, war auch Ried beim Heim-0:2 gegen Salzburg ohne Chance. "Salzburg hat gegen uns einen richtig guten Tag gehabt", erinnerte sich Hart. "Wir hätten von Beginn an mutiger spielen und uns mehr zutrauen müssen."

Darauf setzt auch Coach Christian Benbennek, dessen Truppe bisher nur einen Treffer in vier Ligaspielen erzielt hat. "Dass wir gegen Salzburg zu Torchancen kommen können, haben wir die letzten 15 Minuten bewiesen. Da haben wir Mut gezeigt und gut mitgespielt. Das wünsche ich mir immer. Diese Kampfkraft und Entschlossenheit, die wir gegen Graz (1:0-Sieg/Anm.) gezeigt haben."

Benbennek muss weiterhin wichtige Spieler wie Thomas Fröschl, Marvin Egho und Gernot Trauner vorgeben. Clemens Walch ist mit einer Oberschenkelblessur zumindest fraglich. Dass die Innviertler ausgerechnet in der Fremde siegen wollen, erscheint angesichts der Statistik verwegen. So schaute in den vergangenen 24 Auswärtspartien nur ein einziger Sieg (3:1 in Altach am 15. Mai) heraus. "Die Auswärtsstatistik liest keiner von uns gerne", gestand Hart, gab sich aber betont optimistisch: "Ich weiß, dass wir besser sind, als wir es zuletzt gezeigt haben und auch auswärts gewinnen können." (APA, red, 19.8.2016)

FC Admira Wacker Mödling – SV Ried (Samstag, 18.30 Uhr, Maria Enzersdorf, BSFZ-Arena, SR Heiß). Saisonergebnisse 2015/16: 3:1(h), 1:1(a), 0:0(h), 0:1(a)

Admira: Kuttin – Zwierschitz, Maranda, Wostry, Pavic – Ebner, Lackner – Starkl, Knasmüllner, Spiridonovic – Grozurek

Ersatz: Leitner – Wessely, Strauss, Blutsch, Roguljic, Monschein, Sax

Es fehlen: Toth (gesperrt), Yavuz, Maier (im Aufbautraining), Cabrera (Bauchmuskelzerrung), Vastic (Hüftbeuger), Ayyildiz (Knie), Posch (Rücken)

Ried: Gebauer – Hart, Reifeltshammer, Özdemir, Chessa – Ziegl, Brandner, Marcos – Möschl, Elsneg, Honsak

Ersatz: Durakovic – Antonitsch, Prada, Marcos, Bergmann, Zulj, Schubert

Es fehlen: Egho (Adduktoren), Fröschl (nach Operation wegen Nasenbeinbruchs), Trauner (Kreuzbandriss im rechten Knie)

Fraglich: Walch (Oberschenkel)

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