Renault Talisman Grandtour: Der will nicht nur spielen

25. August 2016, 12:36
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Der Renault Talisman ist ein nobles und sogar blendendes Auto

Wien – Kaum ist der Wagen eingeparkt, der Motor verstummt, baut er sich vor der Motorhaube auf, einen Arm in die Hüfte gestemmt, wie ein Bierkrügel eben, der autoaffine Zaungast. Manch einer, der einen exotischen Wagen fährt, kennt das Quiz der drei großen Ps vielleicht, das dann gleich anhebt: PS, Preis und Paujahr. Öhem, ja.

Sprachkurs Französisch

"Wie spricht man den aus? Talisman oder Talismoh?" lautet dann aber auf einmal die Frage. Letzteres ist richtig, bei Renault spricht man den Namen natürlich französisch aus. Und das taten sie auch schon 2001, als beim Automobil-Salon in Genf der Name das erste Mal auftauchte.

foto: guido gluschitsch

Das Konzeptauto Talisman war in der oberen Mittelklasse angesiedelt, hatte einen Hinterradantrieb, Flügeltüren, keine B-Säule und wurde von einem 4,5 Liter großen V8-Motor angetrieben.

Chinakracher

Aus dem Konzeptwagen wurde dann 2012 ein Serienfahrzeug für den Markt in China, der mit unserem Talisman nur den Namen gemein hat. Obwohl, ganz stimmt das nicht, denn beide sind sehr komfortabel.

foto: guido gluschitsch

Wir griffen für den Test zur Luxusausstattung Initiale Paris, mit elektrisch verstellbaren Ledersitzen, dem Bose-Soundsystem, das ganz nebenbei dem Diesel die unangenehmen Frequenzen auslöscht, Head-up Display, Voll-LED-Scheinwerfer, und Allradlenkung.

Letztere braucht man nicht unbedingt, ist beim Initiale aber eben, wie alle zuvor genannten Spielereien, bereits serienmäßig im Fahrzeug. Ein Wunder eigentlich, dass da noch fast 1700 Liter fürs Gepäck bleiben.

foto: guido gluschitsch

Der Talisman ist eine echte Kampfansage an den neuen Passat und den Superb. Die Franzosen wollen also ganz vorne mitmischen, wenn sich die Mittelklasse nach oben orientiert. Mit dem Talisman ist ihnen das auch gut gelungen.

Bleibt nur das Manko des riesigen Displays, das sofort an jenes von Tesla erinnert. In der Nacht ist der riesige Bildschirm eine störende Lichtquelle, die man gerne abdreht. Aber gut, Extravaganzen hat Renault ja immer geschätzt, wenn sie ein Segment aufmischen wollten. (Guido Gluschitsch, 25.8.2016)

foto: guido gluschitsch

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Hinweis im Sinne der redaktionellen Leitlinien: Die Teilnahme an internationalen Fahrzeug- und Technikpräsentationen erfolgt großteils auf Basis von Einladungen seitens der Automobilimporteure oder Hersteller. Diese stellen auch die hier zur Besprechung kommenden Testfahrzeuge zur Verfügung.

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