KTM schaltet nach Börsenabgang einen Gang hoch

19. August 2016, 11:31
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Der Motorraderzeuger erzielte im ersten Halbjahr deutliche Umsatz- und Ertragssteigerungen

Wien/Mattighofen – Europas größter Motorradhersteller, die oberösterreichische KTM, hat sich mit einem Umsatz- und Ergebnisplus im ersten Halbjahr von der Wiener Börse verabschiedet – die Notierung endete am 24. Juni. Bis Juni steigerte KTM die Umsatzerlöse um elf Prozent auf 572 Mio. Euro, und der Absatz kletterte – samt den Verkäufen des indischen Partners Bajaj – um 13 Prozent auf fast 100.000 Fahrzeuge.

Das Betriebsergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) wuchs um 16,5 Prozent auf 81,8 Mio. Euro, und das Betriebsergebnis (EBIT) legte um 11,7 Prozent auf 56,2 Mio. Euro zu, geht aus dem Halbjahresbericht von Freitag hervor. Das Nettoergebnis nach Steuern stieg von 33,3 auf 39,0 Mio. Euro. Der Mitarbeiterstand wuchs seit Ende 2015 – samt Leiharbeitern und externen Dienstnehmern – von 2.515 auf 2.676.

Schwierige Rahmenbedingungen

Im Ausblick heißt es, die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen würden sich in einzelnen Märkten weiterhin sehr schwierig gestalten. Während man am nordamerikanischen Motorradmarkt für heuer ein deutliches Wachstum erwarte und auch für Europa "verhalten positiv" gestimmt sei, seien die Emerging Markets in Südamerika und Asien durch zahlreiche Unsicherheiten gekennzeichnet. "Mittelfristig sehen wir jedoch in den asiatischen Märkten die größten Wachstumschancen", so der von Unternehmenschef Stefan Pierer geleitete KTM-Vorstand.

Am europäischen Gesamtmarkt steigerte KTM den Marktanteil im Jahresabstand von 8,2 auf 8,4 Prozent, und der Marktanteil der 2012 durch KTM von BMW übernommenen Husqvarna beschleunigte sich auf 1,3 (1,0) Prozent. Am US-Gesamtmarkt wuchs der KTM-Marktanteil von 4,6 auf 5,1 Prozent, jener von Husqvarna von 0,7 auf 1,3 Prozent.

Abfindungsangebot für Streubesitz

Regional kletterte der Umsatz in Europa um 19,2 Prozent auf 340,1 Mio. Euro, in Nordamerika um 10,0 Prozent auf 147,9 Mio. Euro. In den übrigen Ländern gab es dagegen einen Rückgang um 11,5 Prozent auf 84,3 Mio. Euro.

Den KTM-Aktionären hat die Cross Industries von Pierer – über die Cross KraftFahrZeug Holding GmbH – im Frühjahr ein Abfindungsangebot von 122,50 Euro je Aktie gemacht, das bis 10. Juni von 0,21 Prozent des KTM-Grundkapitals angenommen wurde. Per 30.6. gehörte die KTM AG zu 51,66 Prozent der Cross Industries AG, zu 47,99 Prozent der Bajaj Auto International Holdings B.V., und 0,35 Prozent standen im Streubesitz. Mittlerweile gehören laut Firmen Compass 51,39 Prozent der KTM AG der K KraftFahrZeug Holding GmbH (einer Tochter der KTM Industries AG) und 0,21 Prozent direkt der KTM Industries AG – so heißt die frühere Cross Industries AG nach Beschluss einer ao HV von 21. Juli. (APA, 19.8.2016)

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