Unicef: Seit Jahresbeginn mehr als 650 neue Kindersoldaten im Südsudan

19. August 2016, 11:16
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Seit Ende 2013 rund 16.000 Kinder von bewaffneten Gruppen und Streitkräften rekrutiert

Juba – Im Südsudan sind seit Jahresbeginn nach UN-Angaben mehr als 650 Kinder von bewaffneten Gruppen rekrutiert worden. Die aktuellen Spannungen in dem Krisenstaat würden Zehntausende Kinder einem immer größeren Risiko aussetzen, erklärte das UN-Kinderhilfswerk Unicef am Freitag. Die illegale Rekrutierung von Kindersoldaten müsse endlich ein Ende haben, forderte Unicef.

Im vergangenen Jahr half Unicef im Südsudan dabei, die Freilassung von 1.775 Kindersoldaten zu organisieren. Nun sei zu befürchten, "dass ein weiterer Anstieg der Rekrutierung von Kindern unmittelbar bevorsteht", erklärte der stellvertretende Unicef-Direktor Justin Forsyth nach einem Besuch in dem Land.

Seit Beginn des Konflikts Ende 2013 wurden der Organisation zufolge schätzungsweise 16.000 Kinder von bewaffneten Gruppen und Streitkräften rekrutiert. Im Juli waren erneut Kämpfe zwischen den Truppen von Präsident Salva Kiir und den Soldaten seines Widersachers Riek Machar ausgebrochen. Mindestens 300 Menschen wurden getötet, Zehntausende flohen. (APA, 19.8.2016)

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