DS5: Extravagant, edel und emotional

23. August 2016, 12:56
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Der DS5 ist ein Auto, das ein wenig anders ist als die meisten anderen Fahrzeuge – und das ist gut so

Wien – Vom ersten anerkennenden "Wau" bis zum ersten stutzenden "Äh" dauert es beim DS5 nur ein paar Sekunden. Unter dem DS-Logo versammelt Citroën seine schönsten Modelle unter einer neuen Marke – einem geschichtsträchtigen Namen. Jeder, der ein wenig Benzin im Blut hat, erinnert sich an die DS, die Göttin, die 1955 das Licht der Welt erblickte und Letztere bis 1975 ein wenig schöner machte.

Die DS stand für Innovationen, aber wegen der Hydropneumatik auch für Komfort.

foto: guido gluschitsch

Da will der DS5 schon ein wenig vom Charme der Historie mitnehmen. Alles am DS5 ist ein wenig anders. Das Ledergestühl ist fein, viele augenfällige, aber auch versteckte Designstückerln überraschen positiv. Das anerkennende "Wau".

foto: guido gluschitsch

Wenn man aber etwa das Fenster aufmachen will, dann ist "Äh". Kein Knopf ist dort, wo man ihn erwartet, alles muss man erst einmal suchen. In der Mittelkonsole, am Dachhimmel oder im ungewohnt zu bedienenden Fernsehkastl. Aber das ist "äh" vermutlich reine Übungssache.

foto: guido gluschitsch

"Wau" heißt es dann wieder, wenn der 150 PS starke Diesel seinen Dienst antritt. Direkt aus dem Drehzahlkeller drückt er ein Drehmoment ab, dass einem die Chansons im Hals stecken bleiben. Der DS5 schiebt an, dass es die reinste Freude ist. Vorausgesetzt, man schaltet gern. Denn bei 3000 Umdrehungen, wo der gelernte Saugbenziner-Pilot sich zu freuen beginnt, dass es bald einmal loszugehen anfängt, ist beim DS5 HDI 150 schon wieder Schluss. Er ist also wirklich nur was für echte Dieselfans.

foto: guido gluschitsch

Ein wenig zickig ist diese Göttin auch beim Starten. Nur wenn die Kupplung durchgetreten ist, springt er überhaupt an. Dafür fehlt der adaptive Tempomat. Schade, wenn man bedenkt, dass die Ur-DS Vorreiter bei vielen Innovationen war.

Keine Schwächen leistet sich der Wagen, der zwischen Mittelklasse und oberer Mittelklasse daheim ist, beim Fahrwerk. Dieses ist sehr komfortabel. Und erst das edle Glasdach.

foto: guido gluschitsch

Überhaupt: Ein Blickmagnet ist der DS5 schon. Nicht nur wegen des noch neuen Logos. (Guido Gluschitsch, 23.8.2016)

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Hinweis im Sinne der redaktionellen Leitlinien: Die Teilnahme an internationalen Fahrzeug- und Technikpräsentationen erfolgt großteils auf Basis von Einladungen seitens der Automobilimporteure oder Hersteller. Diese stellen auch die hier zur Besprechung kommenden Testfahrzeuge zur Verfügung.

  • Nach dem DS5 hatte das Kurvenlineal der Designer vermutlich ein Burnout. Dafür gibt es nun viel zu sehen. Nur aus dem Auto raus ist die Sicht eingeschränkt.
    foto: guido gluschitsch

    Nach dem DS5 hatte das Kurvenlineal der Designer vermutlich ein Burnout. Dafür gibt es nun viel zu sehen. Nur aus dem Auto raus ist die Sicht eingeschränkt.

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