Polizist bei Überfall in Wien erschossen: Angeblicher Komplize enthaftet

19. August 2016, 10:48
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Dringender Tatverdacht nicht mehr gegeben

Wien – Der angebliche Komplize jenes Räubers, der am 2. Juli bei einem Überfall auf einen Supermarkt in Wien-Penzing einen Polizisten tödlich verletzt und einen zweiten Beamten schwer verletzt hat, ist am Freitag enthaftet worden. Das gab die Sprecherin des Straflandesgerichts, Christina Salzborn, nach dem Haftprüfungstermin im Grauen Haus bekannt.

"Nach Ansicht des Haftrichters war nicht mehr von dringendem Tatverdacht auszugehen", erläuterte Salzborn. Da damit kein Haftgrund gegeben war, fehlte die Basis für die Fortsetzung der U-Haft. Der 63-jährige Verdächtige hatte den Räuber – einen 49 Jahre alten gebürtigen Bosnier – bei sich wohnen lassen und zum Tatort chauffiert. Während der Täter drei Angestellte einer Billa-Filiale auf der Hütteldorfer Straße fesselte und auf Polizisten schoss, die nach Eingehen eines Alarms auf den Plan traten, wartete der 63-Jährige in einem nahe gelegenen Kaffeehaus auf den Mann. Ein 23 Jahre alter Polizist wurde bei dem Schusswechsel am Kopf getroffen, ehe die Wega den Räuber erschoss, der sich auf einem Dach verschanzt und mit seiner Pistole auf die Sondereinheit gefeuert hatte. (APA, 19.8.2016)

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