"Geisterroaming": LTE-Nutzer zahlen im Ausland trotz Deaktivierung

19. August 2016, 09:04
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Auch bei einem Abschalten des Datenroamings können offenbar Gebühren durch passive Nutzung anfallen

Trotz einer Deaktivierung des Datenroamings können im Ausland Entgelte dafür anfallen. Denn im Hintergrund werden bei der LTE-Nutzung permanent netzinterne Daten übertragen. Das hat A1 nun gegenüber der ORF-Sendung "Help" bestätigt. Das sogenannte "Geisterroaming" kann dabei durchaus für Ärger sorgen. Zwar sind die Roaming-Gebühren innerhalb der EU durch die neue Telekom-Verordnung herabgesetzt worden, abseits des EU-Gebiets drohen aber auch bei kleinen Datenmengen hohe Entgelte. So kosten 100 KB in den USA bei A1 beispielsweise 1,99 Euro.

Sicherheit im 3G-Netz

Es ist davon auszugehen, dass auch Kunden von "3" und T-Mobile betroffen seien, heißt es bei "Help" weiters. Um das "Geisterroaming" abzuschalten, müssen Kunden komplett auf die Nutzung des LTE-Netzes verzichten und zu 3G wechseln. A1 bietet Kunden an, verrechnete Beträge wieder gutschreiben zu lassen. Der Telekomregulierungsbehörde RTR liegen bislang übrigens keine Kundenbeschwerden vor.

Neue Roaming-Gebühren

Roaming-Gebühren beschäftigen Konsumentenschützer wiederholt. So berichtete die Arbeiterkammer Vorarlberg vor einem Jahr von einem Nutzer, der eine Rechnung in der Höhe von 12.000 Euro erhielt. Sein Router hatte sich permanent mit dem Schweizer Netz verbunden. Seit Mai gelten im EU-Gebiet neue Entgelte, Datenroaming darf maximal 23 Cent pro MB betragen. (red, 19.8.2016)

  • Nutzern droht im Ausland trotz Deaktivierung von Datenroaming ein "Geisterroaming"
    foto: apa/afp/getty/angere

    Nutzern droht im Ausland trotz Deaktivierung von Datenroaming ein "Geisterroaming"

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