Behörden in Louisianas Flutgebieten suchen nach Notunterkünften

19. August 2016, 06:06
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Lage in dem US-Staat weiter prekär – Mehr als 86.000 Menschen haben sich für Notfallhilfen registriert

Baton Rouge (Louisiana) – Nach dem Abklingen der Fluten in den Überschwemmungsgebieten von Louisiana suchen die Behörden nach Notunterkünften für die Betroffenen. In einigen Gebieten des US-Staates stünden nicht genügend Hotelzimmer und Wohnungen zur Verfügung, die von den Behörden rasch angemietet werden könnten, sagte Gouverneur John Bel Edwards am Donnerstag in Louisiana.

Die Behörden arbeiteten derzeit an einem "noch umfassenderen Plan, wie vom Notfall- auf den Wiederaufbaumodus" umgeschaltet werden könne, so Edwards. Dringlichstes Problem sei die Unterbringung. "Wir sind noch keinesfalls über den Berg", sagte er.

Heimatschutzminister beriet Behörden

Mehr als 86.000 Menschen hatten sich für Notfallhilfen aus dem Etat der Regierung in Washington registriert. Die ersten Finanzhilfen könnten binnen 48 Stunden ausgezahlt werden, sagte der Gouverneur. Die US-Katastrophenschutzbehörde Fema begann am Donnerstag mit der Begutachtung der rund 40.000 Häuser, die durch die Fluten beschädigt oder zerstört wurden.

Heimatschutzminister Jeh Johnson besuchte unterdessen die Katastrophenregion und beriet mit Behördenvertretern an Ort und Stelle über das weitere Vorgehen. Er werde Präsident Barack Obama umgehend über die Lage informieren, sagte der Minister.

Warnung vor Stromleitungen

Nach und nach kehrten die Geschädigten nach Hause zurück, um in ihren Häusern zu retten, was zu retten war. Die Präsidentin des Amerikanischen Roten Kreuzes, Gail McGovern, rief die Zurückkehrenden zu besonderer Vorsicht mit Stromleitungen und Elektroinstallationen auf. Die Gefahr von Stromschlägen sei das größte Risiko nach Überschwemmungen. Rotkreuz-Vertreter würden durch die betroffenen Gemeinden reisen und Räumwerkzeug sowie Nahrung und Wasser verteilen, kündigte McGovern an.

Seit Freitag vergangener Woche hatten massive Regenfälle in Louisiana die Wasserpegel ansteigen lassen, ganze Landstriche standen unter Wasser. 22 der 64 Landkreise des US-Staates wurden zum Katastrophengebiet erklärt. (APA, 19.8.2016)

  • Rund 40.000 Häuser wurden durch die Fluten in Louisiana beschädigt.
    foto: reuters/edmund d. fountain

    Rund 40.000 Häuser wurden durch die Fluten in Louisiana beschädigt.

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