200 Jahre altes Schiffswrack im Ontariosee entdeckt

19. August 2016, 09:00
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Die einmastige Schaluppe "Washington" versank im Jahr 1803 vor Oswego im US-Bundesstaat New York

Albany – Eine Gruppe von Pensionisten, die sich ihre Zeit mit der Suche nach versunkenen Wracks vertreibt, vermeldet einen bemerkenswerten Fund im Ontariosee: Sie entdeckten die Überreste einer einmastigen Schaluppe (ein kleines, Kutter-ähnliches Segelboot), die im Jahr 1803 versunken ist.

Es handle sich um den zweitältesten Wrackfund in einem der "Great Lakes", einer Gruppe von fünf zusammenhängenden Süßwasserseen in Nordamerika. Von diesen Seen ist der Ontariosee, durch den Grenze zwischen Kanada und den USA verläuft, flächenmäßig der kleinste.

Die Männer entdeckten das Wrack im tiefen Wasser vor Oswego im US-Bundesstaat New York. Unterwasseraufnahmen bestätigten, dass es sich dabei um die "Washington" handelt, die vor über 200 Jahren samt Besatzung bei einem Sturm versank.

Die 1798 in Pennsylvania gebaute Schaluppe gelangte 1802 in den Besitz kanadischer Kaufleute und wurde als Transportmittel für Güter und Personen eingesetzt. Auf dem Weg von Kingston in der kanadischen Provinz Ontario nach Niagara-on-the-Lake geriet die "Washington" am 6. November 1803 in Seenot und ging mit mindestens fünf Personen an Bord unter. (red, 19. 8. 2016)

  • Unterwasseraufnahme der "Washington".
    foto: ap/roger l pawlowski

    Unterwasseraufnahme der "Washington".

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