Genervt von "Pokémon Go"-Spielern: Paar klagt Nintendo und Niantic

18. August 2016, 13:33
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Anrainer eines Parks mit sieben Pokéstops fühlen sich von Spielern belästigt

Es gab bereits einige Zwischenfälle mit Personen, auf oder vor deren Grundstücken sich regelmäßig Scharen von "Pokémon Go"-Spieler einfinden, weil dort beispielsweise öfter seltene Monster auftauchen. Auch im Garten eines US-amerikanischen Ehepaars aus der Nähe von Detroit gehen immer wieder Spieler auf Monsterjagd. Nun hat das Paar Klage gegen Nintendo, Niantic und Pokemon Co eingereicht, berichtet die "Detroit Free Press".

Park mit sieben Pokéstops

Das Ehepaar wohnt bei einem Park, der mit sieben Pokéstops und einer Arena zu einem beliebte Treffpunkt der Spieler geworden ist und täglich Hunderte Gamer anlockt. Bei den Stops können für das Spiel wichtige Gegenstände eingesammelt werden, in Arenen lässt man seine Monster zum Kampf für das jeweilige Team antreten.

Das Paar fühlt sich von den Spielern belästigt, die ihr Grundstück betreten und auch in ihre Fenster schauen sollen, und fordert die Deaktivierung der Pokéstops. Außerdem sollen Anrainer einen Anteil der Einnahmen aus dem Smartphone-Game erhalten, da sie zum Erfolg des Spiels beitragen würden. Eine weitere Forderung: Spielelemente sollen erst nach Einwilligung von Grundstücksbesitzern auf der virtuellen Karte erscheinen dürfen.

Spieler aus historischen Gedenkstätten verbannt

Entwickler Niantic warnt Spieler explizit, keine privaten Grundstücke zu betreten. Aber auch an gewissen historischen Plätzen wie dem Soldatenfriedhof bei Verdun oder dem Holocaust-Museum in Washington sind Spieler nicht willkommen. Mehrere Betreiber von Gedenkstätten haben Niantic aufgefordert die virtuellen Spielelemente aus den Gebieten zu entfernen. (red, 18.8.2016)

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    foto: apa/dpa/silas stein
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