NZZ-Mediengruppe steigerte Gewinn im Halbjahr

18. August 2016, 10:42
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Gruppenergebnis verbesserte sich im ersten Halbjahr um 7,7 auf 12 Millionen Franken

Zürich – Die NZZ-Mediengruppe hat im ersten Halbjahr 2016 um rund 3 Prozent weniger Umsatz gemacht. Die Einnahmen sanken auf 218,6 Mio. Franken (201,5 Mio. Euro). Der Rückgang konnte jedoch durch Einsparungen mehr als kompensiert werden. Das Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) stieg von 8,5 auf 14,5 Mio. Franken.

Die NZZ startet Anfang 2015 mit "nzz.at" einen Online-Ableger in Österreich. Im März 2016 wurden Kosteneinsparungen und ein Jobabbau bekanntgeben, die digitalen Abonnentenzahlen entwickelten sich schlechter als ursprünglich angenommen. In der Halbjahresmitteilung der NZZ-Mediengruppe gab es keine näheren Informationen zur Entwicklung von "nzz.at".

Das Gruppenergebnis verbesserte sich im ersten Halbjahr um 7,7 auf 12 Mio. Franken. Der Umsatz der Gruppe verschiebt sich kontinuierlich weg von Werbung und Druck, hin zum Lesermarkt und Erträgen aus neuen Geschäftsfeldern, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte.

Mehreinnahmen aus digitalen Abos

So konnten die Lesermarkterträge stabilisiert werden. Mehreinnahmen aus digitalen Abonnements konnten die rückläufigen Print-Abonnements leicht kompensieren. Für eine Steigerung der übrigen Erträge sorgten die Business Medien, wozu neben Fachmedien auch das Konferenzgeschäft sowie Informationsdienste wie Moneyhouse gehören.

Die Einnahmen im Print-Werbemarkt gingen um 10 Prozent zurück. Rückläufig war auch der Druckbereich durch die Schließung der Appenzeller Druckerei und des firmeneigenen Druckzentrums in Schlieren.

Der betriebliche Gesamtaufwand sank trotz neuer Beteiligungen um 6 Prozent auf 204,2 Mio. Franken. Zurückzuführen ist dies laut Mitteilung vor allem auf die Schließung des Druckzentrums in Schlieren.

Neue Angebote

Auch im zweiten Halbjahr will die NZZ-Mediengruppe ihre Strategie fortsetzen: Einerseits arbeitet sie mit straffem Kostenmanagement, andererseits sollen mit neuen Angeboten mehr Leser gewonnen sowie der Geschäftsbereich Business Medien ausgebaut werden.

Um dem Umsatzrückgang im Werbemarkt zu begegnen, nutzt das Unternehmen weitere Synergien in der Gruppe, etwa die Zentralisierung der Druckvorstufe. In Luzern und St. Gallen fallen dadurch insgesamt 15 Stellen weg. Ein großer Teil der Betroffenen werde über Frühpensionierungen ausscheiden, wie das Unternehmen bereits im Juni mitteilte. (APA, sda, 18.8.2016)

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