Inflation stagnierte im Juli bei 0,6 Prozent

18. August 2016, 09:33
121 Postings

Die Teuerungsrate ist hoch wie in den Vormonaten Juni und Mai. Hauptpreistreiber waren erneut Hotels und Restaurants

Wien – Die Inflationsrate lag in Österreich im Juli bei 0,6 Prozent. Damit war die Teuerungsrate so hoch wie in den Vormonaten Juni und Mai mit ebenfalls 0,6 Prozent. Hauptpreistreiber waren nach wie vor Hotels und Restaurants, erklärte die Statistik Austria am Donnerstag. Hauptpreisdämpfer waren Treibstoffe – ohne billigere Treibstoffe hätte die Inflation 1,0 Prozent betragen.

Die auf europäischer Ebene harmonisierte Inflationsrate betrug den vierten Monat in Folge +0,6 Prozent und war damit gleich hoch wie jene des VPI.

Die Ausgabengruppe "Restaurants und Hotels" verteuerte sich um durchschnittlich 3,3 Prozent – Bewirtungsdienstleistungen kosteten um 2,9 Prozent mehr, bei den Beherbergungsdienstleistungen betrug der Preisanstieg 4,8 Prozent.

Die Teuerung der Ausgabengruppe "Verkehr" ging durchschnittlich um 2,5 Prozent zurück. Hauptverantwortlich dafür waren die um 10,4 Prozent gesunkenen Treibstoffpreise. Im Juni waren sie um 10,1 Prozent niedriger als vor einem Jahr. Die Preise für Reparaturen privater Verkehrsmittel stiegen um 3,8 Prozent.

Gegenüber dem Vormonat Juni ging das durchschnittliche Preisniveau um 0,4 Prozent zurück.

Teuerung in der Eurozone steigt

Die jährliche Inflationsrate in der Eurozone ist im Juli auf 0,2 Prozent gestiegen, gegenüber 0,1 Prozent im Juni. Wie das EU-Statistikamt Eurostat am Donnerstag mitteilte, wies Österreich mit unveränderten 0,6 Prozent die sechsthöchste Inflationsrate in der EU auf. Auch in der EU stieg die jährliche Teuerung im Juli auf 0,2 Prozent, gegenüber 0,1 Prozent im Juni.

Die niedrigsten Raten wurden in Bulgarien und Kroatien (je minus 1,1 Prozent) sowie in der Slowakei (minus 0,9 Prozent) verzeichnet. Die höchsten jährlichen Raten wurden in Belgien (2,0 Prozent), Schweden (1,1 Prozent) und Malta (0,9 Prozent) registriert.

Die stärksten Preistreiber waren im Juli Restaurants und Cafés mit 0,11 Prozentpunkten, Gemüse (0,09 Punkte) sowie Obst (0,08 Punkte). Treibstoffe (minus 0,46 Punkte), flüssige Brennstoffe (minus 0,15 Punkte) und Gas (minus 0,12 Punkte) wirkten am stärksten preissenkend. (APA, 18.8.2016)

  • Artikelbild
    grafik: apa
  • Artikelbild
    grafik: apa
Share if you care.