Zahl der angezeigten Straftaten um 6,4 Prozent gestiegen

17. August 2016, 16:35
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Innenministerium: Aus Rohdaten keine Rückschlüsse auf Sicherheitslage möglich

Wien – Die Zahl der angezeigten Straftaten ist von Jänner bis Mai in allen Bundesländern gestiegen. Im Vergleich zum selben Zeitraum des Vorjahres gab es in Österreich ein Plus von 6,4 Prozent oder 13.289 Fällen. Die größte Zunahme wurde im Burgenland mit plus 14,7 Prozent verzeichnet. Das geht aus der Beantwortung einer Parlamentarischen Anfrage der FPÖ durch Innenminister Wolfgang Sobotka (ÖVP) hervor.

In Oberösterreich legten die Anzeigen in diesem Zeitraum von 2015 zu 2016 um 11,1 Prozent zu, in Salzburg waren es 11,0 Prozent mehr. In der Steiermark gab es ein Plus von 7,5 und in Vorarlberg von 7,2 Prozent. Dahinter folgen Wien (plus 5,7), Tirol (5,4) und Kärnten (4,9). Den geringsten Anstieg von angezeigten Straftaten gab es mit 1,4 Prozent in Niederösterreich.

Das Innenministerium wies in der Antwort an den "freien Abgeordneten" Gerhard Schmid ausdrücklich darauf hin, "dass Aussagen über die Sicherheitslage und die Kriminalitätsbelastung aus quartalsmäßigen und halbjährlichen Zahlenwerten nicht möglich sind, weil daraus gezogene Schlüsse einer wissenschaftlichen Überprüfung nicht standhalten." Aus diesen Rohdaten könne daher keine "gegenwärtige kriminalpolizeiliche Lage" abgeleitet werden. Die Kriminalstatistik für das Gesamtjahr 2015 war im heurigen März vorgelegt worden. Darin wurden knapp 10.000 Strafanzeigen weniger als 2014 verzeichnet. (APA, 17.8.2016)

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