Deutsche Polizei nahm Terrorverdächtigen fest

17. August 2016, 22:49
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27-jähriger Deutscher verhaftet, allerdings habe sich "der Verdacht nicht erhärtet"

Eisenhüttenstadt – Ein Spezialeinsatzkommando der deutschen Polizei hat in der östlichen Grenzstadt Eisenhüttenstadt einen Terrorverdächtigen festgenommen. Es bestand der Verdacht eines "geplanten terroristischen Aktes", der einen islamistischen Hintergrund haben könnte.

Bei der Durchsuchung seiner Wohnung hat die Polizei jedoch keine Hinweise auf die Vorbereitung eines Terroranschlags gefunden. Das Spezialeinsatzkommando habe keine gefährlichen Gegenstände entdeckt, sagte am Mittwoch ein Polizeisprecher der Polizeidirektion Ost in Frankfurt/Oder. "Der Verdacht hat sich nicht erhärtet", sagte der Sprecher weiter. Der Einsatz sei inzwischen beendet.

Der 27-jährige deutsche Bewohner der Wohnung wurde demnach vorläufig festgenommen und am Nachmittag von der Kriminalpolizei befragt. "In der Wohnung wurden keine gefährlichen Gegenstände entdeckt", sagte der Sprecher. "Es sind keine extremistischen Materialien oder Propagandasachen gefunden worden", sagte der Sprecher weiter.

Die "Bild"-Zeitung berichtete hingegen unter Berufung auf Polizeipräsident Hans-Jürgen Mörke, dass sowohl Waffen als auch mehrere Poster mit IS-Symbolen gefunden wurden. Eine offizielle Bestätigung für den Bericht gab es zunächst nicht.

Am Nachmittag hatte Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) nach Angaben eines Sprechers der Staatskanzlei in Potsdam gesagt, es sei "ein Verdächtiger festgenommen worden, der einen terroristischen Anschlag geplant haben soll". Die Polizei ermittele wegen des "Verdachts auf Vorbereitung eines Sprengstoffanschlags", hatte eine Sprecherin des Innenministeriums bestätigt. Diese Verdächtigungen wurden nun entkräftet. (APA, 17.8.2016)

Update 17:20 Uhr: Nachdem die Polizei erklärt hatte, dass sich der Terrorverdacht nicht erhärtet hat, wurde dieser Artikel entsprechend dem neuesten Ermittlungsstand angepasst.

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