Wieder russische Luftangriffe in Syrien von Iran aus

17. August 2016, 15:16
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IS-Ziele in Syrien angegriffen – Moskau und Teheran weisen US-Kritik zurück

Moskau – Russische Kampfflugzeuge haben am Mittwoch bei Einsätzen vom iranischen Stützpunkt Hamadan aus die Extremistenmiliz Islamischer Staat (IS) in Syrien angegriffen. Wie das Verteidigungsministerium in Moskau weiter mitteilte, wurden zwei Führungsstellen des IS durch Jagdbomber des Typs SU-34 vernichtet. Mehr als 150 Kämpfer seien getötet worden. Am Vortag hatten russische Bomber erstmals vom Iran aus Angriffe auf Ziele in Syrien geflogen. Russland hat Langstreckenbomber von Typ Tu-22 M3 sowie Jagdbomber vom Typ SU-34 dort stationiert.

Die USA haben sich kritisch dazu geäußert. Die Stationierung der russischen Kampfflugzeuge im Iran sei bedauerlich. Man prüfe, ob dadurch die Resolution 2231 des UN-Sicherheitsrates verletzt würde. Sie verbietet den Verkauf, die Lieferung und den Transfer von Kampfflugzeugen in den Iran.

Der russische Außenminister Sergej Lawrow wies diesen Vorwurf zurück. Sein Land habe Iran keine Flugzeuge geliefert. "Diese Flugzeuge werden von der russischen Luftwaffe als Teil einer Anti-Terror-Operation eingesetzt, und zwar mit der Zustimmung des Iran und auf Bitten der syrischen Führung", sagte Lawrow.

"Die Angelegenheit sollte als eine strategische und notwendige Zusammenarbeit im Kampf gegen den Terrorismus ausgelegt werden", rechtfertigte auch der frühere Außenminister Ali-Akbar Velayati am Mittwoch den Einsatz. Velayati ist seit fast 20 Jahren außenpolitischer Berater des obersten iranischen Führers, Ayatollah Ali Khamenei, der in allen strategischen Belangen das letzte Wort hat. Russland und der Iran müssten handeln, um noch mehr Zerstörung und Opfer in Syrien zu vermeiden. Alles sei im Einklang mit internationalen Vorschriften und besonders mit ausdrücklicher Zustimmung des syrischen Staates. (APA, 17.8.2016)

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